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Lausitzer Rundschau, 07.12.2007 Begleitbuch zur Ausstellung in Horno erschienen Wirkung zwischen Kirche und Kohle Spree-Neiße. Mit der Veröffentlichung eines Buchs über die Auswirkungen des Bergbaus auf Lausitzer Kirchgemeinden ist die Arbeitsgruppe des Kirchlichen Informations- und Begegnungszentrums Horno am vorläufigen Ziel ihrer Arbeit angelangt. Die als Begleitheft für die Ausstellung in der Hornoer Kirche gedachte Publikation umfasst Beschreibungen der 26 Kirchen, die dem Bergbau seit dem Jahr 1962 weichen mussten.
Die von Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus angefertigten Holzmodelle ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch, das die aus Burg im Spreewald stammende Marion Quitz gestaltet hat. Beiträge der Hornoer Pfarrerin Dagmar Wellenbrink-Dudat über die letzten Monate im alten Horno und des ehemaligen Mulknitzer Pfarrers Jörg Radeke zur Entwicklung der Kohle im Kirchenkreis runden das Bild ab, das von Klaus Geeses Hinweisen auf beginnenden Widerstand, Peter Schusters Text über Denkmale in Braunkohlegebieten und Gerhard Krügers Beschreibung des Endes der Kirche von Vorberg ergänzt wird. Vorberg war die erste Kirche, die der Kohle gewichen war. Das Gedenken als Grundidee habe am Anfang der Arbeit gestanden, so Dr. Reinhard Richter, Leiter des kirchlichen Verwaltungsamtes für die Niederlausitz. Unterstützt wurde die Arbeit durch den Energiekonzern Vattenfall. Die Hälfte des Verkaufspreises komme der Kirchengemeinde Horno zugute. In der Kirche des neuen Horno bei Forst ist seit eineinhalb Jahren eine Ausstellung über Kirchen zu sehen, die dem Braunkohleabbau in der Lausitz weichen mussten. Jetzt ist das 176 Seiten starke Begleitbuch auf dem Markt, das auch für sich genommen einen Überblick bieten soll: «Verlorene Heimat – Der Bergbau und seine Auswirkungen auf Kirchen und Kirchengemeinden der Ober- und Niederlausitz» , ISBN 3-935826-88-5, fünf Euro. Jürgen Scholz |