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Ein Konzept für Mühlrose PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 18. März 2008

Vattenfall informiert Einwohner über die Schrittfolge zur Umsiedlung

Ein Konzept für Mühlrose

Mühlrose  Vattenfall hat jetzt in einer Bürgerversammlung in Mühlrose sein Konzept für eine vorzeitige Umsiedlung vorgestellt. Zu dieser soll es nach dem Wunsch der Mehrheit im Dorf kommen, wenn der Energiekonzern das beantragte Vorranggebiet des Tagebaus Nochtens genehmigt bekommt.

«Wir wollen die Umsiedlung als Garant für ein lebenswertes Leben» , hat es Wolfgang Martin, stellvertretender Bürgermeister der Gemeinde Trebendorf und Mitglied des Bürgervereins Mühlrose, kürzlich formuliert.

Das hat nach jahrelanger Diskussion eine Bürgerbefragung Anfang 2006 erbracht. Ausschlaggebend war damals die Prognose Vattenfalls, dass Mühlrose zu einer Insel werden würde – ohne die gewohnten Wälder, aber mit viel Lärm und Sturm – wenn der Bergbau vor der Tür steht.

Mühlrose forderte sich beim Land Planungssicherheit ein. «Nun soll gleichlaufend mit dem Genehmigungsverfahren für das Vorranggebiet unsere Umsiedlung vorbereitet werden» , sagt Martin. Es wird davon ausgegangen, dass im Jahr 2011 das Verfahren abgeschlossen ist. «Bis dahin soll der Mühlroser Vertrag unterschriftsreif vorliegen, so dass dann der kurzfristigen Umsiedlung nichts mehr im Weg steht.» Vattenfall habe den Mühlrosern nun erläutert, welche Schritte dafür notwendig sind. Das bedeutet laut Wolfgang Martin noch viel Arbeit. «Als erstes wird ein Fragebogen vorbereitet. Dessen Beantwortung dient dem Ziel, die Umsiedlung der betroffenen Bürger sozialverträglich vornehmen zu können.» Jedem soll letzlich ein maßgeschneidertes, individuelles Angebot von Vattenfall unterbreitet werden.

«Wir müssen uns aber auch in absehbarer Zeit für einen Umsiedlungsstandort entscheiden» , so Wolfgang Martin. Nach wie vor sei es von vielen Mühlrosern das Ziel, an einen gemeinsamen Standort zu siedeln. Dresdener TU-Studenten hatten sich im vergangenen Jahr damit intensiv auseinander gesetzt. Sie präsentierten im Herbst ihre Vorschläge für ein neues Mühlrose an der Ruhlmühle oder zwischen Schleife und Halbendorfer See beziehungweise Jasua am Bärwalder See (die RUNDSCHAU berichtete). «Es gibt zurzeit für alle Varianten Interessenten . . .»

Von Gabi Nitsche

 
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