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Lausitzer Rundschau, 12.04.2008 Fehlendes Wasser in Kromlau sorgt für Schäden am Stelenfundament Rakotzsee fast trocken Dort, wo man immer die Spiegelung der Rakotzbrücke sehen konnte, ist ein Rest Wasser und sonst nichts geblieben. Derweil es dieser Tage auch in Ostsachsen nicht an Niederschlägen gemangelt hat, liegt der Rakotzsee im Kromlauer Park fast trocken. Das ist nur eine Sorge der Verantwortlichen von der Gemeinde. Kopfzerbrechen bereitet ihnen nämlich das, was nun zu sehen ist – die Basaltstele im See steht auf «wackligen Füßen» .
Dass der Rakotzsee nicht ohne eine künstliche Wasserzuleitung auskommt, ist nichts Neues. Deshalb hieß es schon in der letzten Gemeinderatssitzung im März, dass die Pumpe wieder angeschaltet wird, damit der See erneut den Wasserstand erreicht, den die Touristen erwarten. Doch weder im März, noch in den bisherigen Apriltagen lief Wasser. Und so kann man derzeit nicht von einem See, sondern nur noch von einer Pfütze sprechen. «Die Pumpe ist kaputt, wurde festgestellt, sie muss repariert werden» , erfuhr die RUNDSCHAU auf Nachfrage vom Bauausschussvorsitzenden und stellvertretenden Bürgermeister Dietmar Noack. Wenn die Pumpe wieder funktioniert, dann geht Umweltausschussvorsitzender Klaus Hübner davon aus, dass der See innerhalb von drei Wochen wieder gefüllt sein kann. Das Wasser wird dann aus dem Wasserwerk Gablenz zugeführt. Bis Pfingsten könnte es also knapp werden . . . «Doch wir müssen entscheiden, ob wir überhaupt wollen, dass jetzt sofort wieder Wasser zugeführt wird» , erzählt Hübner. Es ist nämlich so, dass durch den Rückgang des Wassers andere Probleme zutage getreten sind. Das Fundament der Basaltstele im See weist Risse auf. «Ein Gutachter muss ran, um sich das ganz genau anzuschauen» , so Dietmar Noack. Auf das Urteil des Fachmannes setzt auch Klaus Hübner. «Wenn wir das Gutachten kennen, was den Räten so schnell wie möglich vorgelegt werden soll, dann können wir handeln» , so Hübner. Was heißt, erst dann kann wirklich gesagt werden, ob saniert werden muss, bevor das Wasser überhaupt wieder fließen kann. Derzeit ist allerdings kein Geld für diese Sanierungsmaßnahmen eingeplant. Und auch die Pumpenreparatur wird zusätzliche Ausgaben in Gablenz nach sich ziehen. Hinzu kommt, dass die Befüllung des Sees jährlich mindestens 4000 Euro kostet. Für die Gemeinde Gablenz sehr viel Geld. Ende des vergangenen Jahres wurden deshalb vermehrt Forderungen der Räte und des Bürgermeisters an Vattenfall aufgemacht (die RUNDSCHAU berichtete). Denn die Gablenzer Räte und der Bürgermeister sind sich sicher, dass die Grundwasserabsenkungen durch den Tagebau auch den Rakotz beeinflussen. Ob dies wirklich so ist oder ob der Muskauer Faltenbogen einen gewissen Schutz gibt, sollen Untersuchungen zeigen. Die Gemeinde Gablenz samt Ortsteil Kromlau werden von Fachleuten der G.U.B Ingenieur AG im Rahmen des Grundwassermonitorings mit betrachtet. Diese werden diverse Messpegel, übrigens auch an privaten Brunnen setzen, um die Entwicklung des Grundwasserstandes zu ermitteln. Gemeinderat Klaus Hübner möchte mit Blick auf den Rakotz auch, dass im Kromlauer Park vorhandene historische Quellen wieder nutzbar gemacht werden. «Wenn man sieht, wie gut gefüllt der Kleine und Große Kutlutsch sind, dann müsste man einen natürlichen Wasserlauf zum Rakotz schaffen» , so Hübner. Von Regina Weiß |