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Lausitzer Rundschau, 19.04.2008 Eigene Position der Protestanten noch nicht in Sicht Braunkohlestreit: Kirche will vermitteln Berlin. Im Streit um die Zukunft der Lausitzer Kohle hat sich die Evangelische Kirche als Vermittlerin angeboten. Das sagte die Pröpstin der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO), Friederike von Kirchbach, bei der Vorstellung eines Zwischenberichts der kirchlichen Braunkohle-Arbeitsgruppe auf der Landessynode in der Berliner Bartholomäuskirche.
In den vergangenen Monaten habe man bemerkt, dass der Gesprächsbedarf in der Lausitz groß sei. «Eine wichtige Rolle unserer Kirche ist es, jene zu unterstützen, die keine Stimme haben, und an den verschiedenen Orten, die sich bieten, zwischen Politik und Wirtschaft und den von der Umsiedelung Betroffenen zu moderieren.» Eine endgültige kirchliche Position zur Fortsetzung des Tagebaus enthält der Bericht aber nicht. «Es ist für mich eine offene Frage, ob eine eindeutige Positionierung überhaupt möglich ist» , sagte von Kirchbach. Allerdings werden mehrere Bedingungen für eine Zustimmung der Kirche zur Fortsetzung des Tagebaus genannt. Eine weitere Verstro mung von Braunkohle sei nur dann verantwortbar, wenn das anfallende Kohlendioxid unterirdisch gespeichert werden kann. Ferner forderte der Bericht «faire Regelungen für die von Umsiedelung Betroffenen» und «erhebliche Anstrengungen, um die wirtschaftliche Basis der Region für die Zeit nach der Braunkohle zu stärken» . Benjamin Lassiwe |