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Sonntag, 20. April 2008

Lausitzer Rundschau, 18.04.2008

Probebohrungen beginnen in wenigen Monaten

Startschuss für Jagd nach Lausitzer Kupfer

 

Cottbus.  Die ersten Erkundungsbohrungen zur Lausitzer Kupferlagerstätte sind im Spätsommer geplant. Das kündigte die KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH am Freitag an.

Das deutsche Tochterunternehmen der Minera S.A. aus Panama bereite gegenwärtig die Bohrungen vor, sagte ein Sprecher. Er zeigte sich erfreut über die Entscheidung der Bergbaubehörden von Brandenburg und Sachsen, den bereits im Juni 2007 an Minera erteilten Zuschlag zur Erkundung der Lagerstätte zwischen Spremberg (Spree-Neiße) und Weißwasser (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) zu bestätigen. Die Bergbehörden hatten am Vortag Widersprüche von zwei Konkurrenten zurückgewiesen.

Es sei nun zu hoffen, dass die beiden Opponenten die Bescheide der Bergbehörden akzeptieren und keine weiteren Schritte dagegen einleiten, äußerte der Sprecher. Gegen die neuen Entscheidungen können die polnische Firma KGHM Cuprum und die zur Anglo American Group gehörende Grauwacke GmbH aus dem ostsächsischen Lieske binnen vier Wochen Klage beim Verwaltungsgericht einlegen.

KSL hat jetzt nach eigenen Angaben eine Studie abgeschlossen, in der die bereits zu DDR-Zeiten erkundete Lagerstätte erneut bewertet wird und Konzepte für den Abbau geplant wurden. Falls bis Mitte Mai keine Klagen eingereicht werden, könne die Zulassung von Betriebsplänen für Messungen und Bohrungen beantragt werden, wie es hieß. Die Lagerstätte umfasst etwa 98 Millionen Tonnen Kupfererz, das sind etwa 1,5 Millionen Tonnen reines Kupfer und andere Metalle.

dpa/nm

 
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