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Grünen-Politiker aus Schweden kritisiert Kohleabbau in Lausitz |
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Donnerstag, 24. April 2008 |
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Lausitzer Rundschau, 25.04.2008 Vattenfall will Dialog / Dörfer hoffen auf Hilfe Grünen-Politiker aus Schweden kritisiert Kohleabbau in Lausitz Cottbus/Kerkwitz. Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Fraktion des schwedischen Parlaments, Per Bolund (36), hat sich gestern beim Bergbauunternehmen Vattenfall und anschließend bei den Ortsbürgermeistern der Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz (Spree-Neiße) über den Braunkohleabbau in der Lausitz informiert. Vattenfall habe die Gelegenheit genutzt, «dem Gast das Engagement des Unternehmens für den globalen Klimaschutz zu erläutern» , erklärte Firmensprecher Marco Bayer. Der Besuch werde als Chance für einen offenen Dialog darüber sowie über «den Lausitzer Weg sozialverträglicher Umsiedlung» betrachtet, so Bayer.
Während seines anschließenden Treffens mit den Ortsbürgermeistern der Dörfer, die von der Abbaggerung bedroht sind, erklärte Per Bolund in Kerkwitz: «Es ist unmoralisch, dass sich Schweden durch Vattenfall auf dem Rücken der Brandenburger eine gute CO 2 -Bilanz erkauft» . Diese liege im skandinavischen Land bei 65 Millionen Tonnen Kohlendioxid im Jahr. Vattenfall blase in der Lausitz allein 90 Millionen Tonnen des Treibhausgases in die Luft. Die schwedische Regierung stehe als Eigentümer direkt in der Verantwortung, dies zu unterbinden. Dafür werde er sich einsetzen, so Bolund. (Eig. Ber./KaWe) |