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Lausitzer Rundschau, 04.06.2008 Grünes Licht für Kupfer-Bohrer bei Spremberg Der Weg für die Erkundung einer Kupferlagerstätte in der Lausitz ist frei. Der polnische Kupferproduzent KGHM habe vom Sächsischen Oberbergamt eine sogenannte Aufsuchungsgenehmigung erhalten, sagte Behördensprecher Martin Herrmann am Mittwoch in Freiberg und bestätigte damit Medienberichte.
Die Vergabe sei rechtkräftig. Es handele sich um ein bislang kaum erkundetes Feld zwischen Weißwasser und der polnischen Grenze. „Es gibt bislang nur wenige Erkenntnisse, ob sich dort der Abbau überhaupt lohnen wird“, sagte er. KGHM mit Sitz in Lubin hat nun drei Jahre Zeit, das Flöz zu erkunden und zu entscheiden, ob der Konzern das Kupfer auch abbauen will. Da die Behörde dem Unternehmen die Genehmigung nicht für das gesamte beantragte Gebiet erteilte, muss es nun als ersten Schritt bis zum 31. Juli das geplante Arbeitsprogramm anpassen. Danach wird es dem Oberbergamt zufolge zunächst intensive geophysikalische Untersuchungen geben. Frühestens 2009 werde es die ersten Probebohrungen geben, sagte Herrmann. Unklar ist weiterhin, wann die Erkundungen der zweiten, wesentlich größeren und besser erforschten Kupferlagerstätte in der Lausitz beginnt. Für das in Sachsen und Brandenburg liegende Feld rund um Spremberg hatte der Konzern Minera aus Panama den Zuschlag bekommen.
Gegen diese Entscheidung hatte die unterlegene Lausitzer Grauwacke GmbH Klage bei den Verwaltungsgerichten Dresden und Cottbus eingereicht. Minera stehe nun offen, bei den Bergämtern Sofortvollzug für die Erkundung zu beantragen, erklärte der Sprecher des Oberbergamtes. „Dann könnte die Erkundung schon bald beginnen. Allerdings könnte der Konkurrent auch in diesem Fall die Gerichte einschalten und in einem Eilverfahren eine Einstweilige Verfügung gegen die Erkundung erwirken. dpa/nm |