www.umsiedler-schleife.de


Samstag, 19. Mai 2012
Start
Startseite
Lage / Karte
Übersicht
Hauptmenü
Neuigkeiten
Umsiedlung
Wir Umsiedler
Presse
Heimat
Ortsgeschichten
Historische Orte
Brauchtum / Tradition
Sagenwelt der Region
Verschwundene Orte
Die Sorben der Lausitz
Bergbau
Bergbau im Überblick
Sonstiges
Allgemeines
Links
Bildergalerie
Gästebuch
Diskussion
Videogalerie
Suche...
Kontakt
Impressum
Sitemap
Newsletter







WBG klagt gegen Vattenfall PDF Drucken E-Mail
Montag, 27. Oktober 2008

Lausitzer Rundschau, 28.10.2008

WBG klagt gegen Vattenfall

Nachdem der Bergbau-Konzern Vattenfall die von der Wohnungsbaugesellschaft mbH Weißwasser (WBG) angezeigten Schäden am ehemaligen Schwesternwohnheim an der Karl-Liebknecht-Straße 33 in Weißwasser nicht anerkannt hat, hat nun die WBG geklagt. Das hat Geschäftsführer Torsten Pötzsch am Montag gegenüber der RUNDSCHAU bestätigt. "Sie wollen die Schäden nicht anerkennen, weil der Baugrund angeblich schon immer schlecht war", fasst es Pötzsch zusammen. "Wir geben uns mit der Ablehnung nicht zufrieden, haben deshalb den Klageweg beschritten, um zu unserem Recht zu kommen. Genauso, wie wir es Anfang des Jahres angekündigt haben", betont Pötzsch.

An der Tatsache, dass durch das ehemalige Schwesternwohnheim in der Karl-Liebknecht-Straße ein Riss geht (die RUNDSCHAU berichtete), habe sich nichts geändert. Dieser Riss verlaufe über mehrere Etagen. Für die WBG steht fest, dass die Ursache im geringer gewordenen Grundwasser liegt. Dadurch habe sich der Block gesenkt, wodurch es zu den Rissen kam.

"Seit 2001 sinkt das Grundwasser. Messungen belegen das. Und ein Jahr später kam es zu Rissen in sanierten Blöcken", sagt Michael Penk, Bereichsleiter Technik bei der WBG. Ihn ärgert es, dass es in Sachsen noch immer so ist, dass die Beweispflicht beim Geschädigten liegt, denn das mache den Kampf gegen Vattenfall sehr schwierig und kostenaufwändig.

"Es wäre viel einfacher, wenn die Beweisumkehr gelten würde und Vattenfall in der Pflicht stünde zu beweisen, dass der Schaden nicht durch den Bergbau entstanden ist – so wie in Nordrhein-Westfalen und in Brandenburg. Aber das müsste in Sachsen erst einmal beschlossen werden." Doch die WBG lässt nicht locker, ist überzeugt, dass die Fakten, die Fachleute unter anderem in einem Gutachten aufführten, eine deutliche Sprache sprechen.

So wie zum Beispiel in der Gartenstraße 9 bis 13. Hier werde Vattenfall die Schäden anerkennen. "Das hat man uns bereits mündlich mitgeteilt", sagt Penk.

Betroffen von Schäden ist auch die Rosa-Luxemburg-Straße 5 bis 9. "Im Treppenaufgang des Eingangs Nr. 5, der ja gerade erst saniert wurde, sind Risse deutlich erkennbar. Wir haben auch diese bei Vattenfall angezeigt. Das Ergebnis steht aber noch aus.

" Dagegen sieht sich Vattenfall nicht als zuständig dafür, dass sich an verschiedenen WBG-Häusern am Prof.-Wagenfeld-Ring Wetterverschalungsplatten gelöst haben und abgefallen sind.

Doch gegen alle Ablehnungen mit einer Klage zu reagieren sei nicht möglich. "Wir müssen auf jeden einzelnen Fall reagieren, jeder muss einzeln beklagt werden", erläutert Michael Penk. Also gehe die WBG Schritt für Schritt vor. "Und kriegen wir die Karl-Liebknecht-Straße durch, folgt die nächste Klage . . ." Etwas anders stellt sich die Situation beim zweiten großen Vermieter in Weißwasser, der Wohnungsbaugenossenschaft (WGW), dar. Wie Vorstand Andreas Taugs auf RUNDSCHAU-Nachfrage informiert, arbeite die WGW seit etwa zwei Jahren mit Vattenfall zusammen. Denn auch bei diesem Vermieter zeigen ja einige Gebäudebereiche Schäden auf, "die aus unserer Sicht durch Grundwasserabsenkungen verursacht wurden. Wir haben das ja bekanntlich bei Vattenfall angezeigt" (die RUNDSCHAU berichtete).

Die WGW sei seither mit diesen Häusern in die Messungen integriert worden, die Langzeit-Analysen laufen, so Taugs. Das betrifft die Würfelhäuser an der Werner-Seelenbinder-Straße, die Karl-Liebknecht-Straße 20 und 30, die Wolfgangstraße 12 bis 20 und 22 bis 30. Anfang Oktober habe die jährlich einmal vereinbarte gemeinsame Begehung von Vattenfall- und WGW-Leuten stattgefunden. Bei dieser werden die Häuser einer optischen Kontrolle unterzogen. Man habe sich laut Taugs unter anderem auf Baugrunduntersuchungen an der Werner-Seelenbinder-Straße verständigt. "Die Ergebnisse werden dann mit Vattenfall zusammen ausgewertet. Schauen wir mal . . ."

Drei Jahre nach der Anzeige habe Vattenfall Zeit, über die Schäden zu entscheiden. "Diese Frist läuft Ende 2009 aus", so der Vorstand. "Alles weitere, also welche Schritte wir dann einleiten, ist bis dahin offen.

" Aber die WGW verfolge ganz genau, was andererseits in Weißwasser mit angezeigten Bergbauschäden passiere, ob sie von Vattenfall anerkannt und entschädigt werden. "Wir hoffen, dass die Messungen letzlich unsere Ansicht bestätigen", ist Taugs optimistisch.

Die RUNDSCHAU wollte an dieser Stelle auch Vattenfall zur Thematik zu Wort kommen lassen, aber wegen Urlaubs des zuständigen Mitarbeiters wolle sich Vattenfall erst später dazu äußern, so Sprecher Peter Fromm.

Von Gabi Nitsche

 
< zurück   weiter >

Neuigkeiten Umsiedlung Schleife

Seit 2003 wird die Teilortsumsiedlung Rohne/Mulkwitz vorbereitet.

Alle Nachrichten aus diesem Bereich...

 

 

Neuigkeiten Gegner / Initiativen / Protest

Spätestens seit Horno regt Widerstand gegen die Braunkohlenförderung.

Alle Nachrichten aus diesem Bereich... 

 

Design by Joomlateam.com | Powered by Joomlapixel.com |