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Nr. 1e "Die Torhäuser des Tiergartens" PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von dkr   
Donnerstag, 6. Dezember 2007
 | Aufnahme vom Oktober 2005, heute ist dieser Ort im Tagebau Nochten verschwunden |
| links bei den Hügeln: ehemaliger Standort des "Torhauses am Schweren Berg" |
| rechts im Wald: ehemaliger Standort der "Försterei Altteich" |

Früher, als der Tiergarten noch eingezäunt war, musste man durch eines der vielen Torhäuser, um in den Tiergarten zu gelangen. Die Torhäuser waren Gebäude mit einem verschließbaren Tor, welche als Kontrollstellen, Unterkünfte für Förster und Jäger sowie als Eingang und Schutz des fürstlichen Wildgeheges dienten.

Da die Fläche des eingezäunten Tiergartens sehr groß war, gab es einige Torhäuser. Man benannte die Torhäuser nach den Namen der angrenzenden Orte; es gab z.B. das „Mühlroser Torhaus“, das „Rohner Torhaus“, das „Trebendorfer Torhaus“, das "Weißwasseraner Torhaus", das „Spreyer Torhaus“, das „Tzschellner Torhaus“ und das „Torhaus am Schweren Berg“, welches auch als „Rößlersches Torhaus“ oder „Nochtener Torhaus“ bekannt ist. 

Leider ist  nur noch sehr wenig über diese Gebäude bekannt, da sie im Laufe der Zeit  in Vergessenheit geraten sind und auch heute nicht mehr existieren. Man weiß aber aus Erzählungen, dass die Bauern der Umgebung diese Torhäuser gerne mieden, um nicht kontrolliert zu werden. Dazu bauten sie sich Leitern über den Zaun des Tiergartens und bahnten sich ihre eigenen Wegedurch den Tiergarten. Diese selbst angelegten Wege der Bauern verkürzten die Wegstrecken ungemein, den die vorgeschrieben Wege waren sehr lang und führten teilweise durch den ganzen Landschaftsgarten.

 
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