|
Lausitzer Rundschau, 08.12.2007 Am Montag Treffen mit Oberbürgermeister Hartwig Rauh, Stadträten und Lerda-Verein
Bürgerinitiative will teilhaben an Gesprächen mit Vattenfall
Weißwasser. Die Weißwasseraner Bürgerinitiative «Für mehr Lebensqualität in unserer Stadt Weißwasser und deren Umgebung» hat sich erneut mit Vertretern von Vattenfall Europe Mining & Generation getroffen. Wie aus einer Pressemitteilung der Bürgerinitiative hervorgeht, habe Vattenfall-Vorstandsmitglied Professor Detlev Dähnert dabei deutlich gemacht, dass das Bergbauunternehmen bereit sei, Verantwortung in der Region zu übernehmen, dazu aber legitimierte Verhandlungspartner erwarte.
In diesem Zusammenhang hätten die jüngsten Entwicklungen bei der Zusammensetzung der Arbeitsgruppe Vattenfall im Konzern für Irritationen gesorgt.
Erstes Arbeitspapier überreicht In dem Gespräch mit Dähnert haben die Mitglieder der Bürgerinitiative ein erstes Arbeitspapier mit ihren Vorstellungen überreicht. «Es sind Vorstellungen, keine Forderungen» , betonte auch Uwe Bücklein von der Bürgerinitiative der RUNDSCHAU gegenüber noch einmal. «Es ging um das Abstecken von Handlungsfeldern, die für uns als Bürgerinitiative wichtig sind. Es ging beispielsweise um die Frage, wie wir die Stadtentwicklung und mehr Bürgerbeteiligung organisieren können, um die Möglichkeiten, wie sich Vattenfall in die wirtschaftliche und die touristische Entwicklung einbringen kann.» Auch die Idee, die Entwicklung der vom Tagebau beeinflussten Region durch eine Stiftung mit einem Kapital von 360 Millionen Euro abzusichern, habe die Bürgerinitiative noch einmal erneuert, so Bücklein.
Alle an einen Tisch Als Schlussfolgerung aus der Zusammenkunft hat die Bürgerinitiative nach eigener Aussage die Überzeugung mitgenommen, dass Politik, Verwaltung und Bürgerinitiative sich zusammenfinden müssen, um einen gemeinsamen Standpunkt zu erarbeiten und diesen gegenüber Vattenfall zu vertreten. Aus diesem Grund hat die Bürgerinitiative Oberbürgermeister Hartwig Rauh (parteilos), die Weißwasseraner Stadträte und Vertreter des Lerda-Vereins zu einem gemeinsamen Diskurs am kommenden Montag, 10. Dezember, eingeladen. (thr/pm) |