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Kampf gegen Tagebau organisiert sich PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 31. Januar 2008

Lausitzer Rundschau, 01.02.2008

Zwei Arbeitskreise in Kerkwitz gegründet

Kampf gegen Tagebau organisiert sich

Kerkwitz.  Rund 60 Bewohner der vom Tagebau bedrohten Dörfer der Region haben sich am Mittwoch im Kerkwitzer «Dorfkrug» getroffen, um im Rahmen der Lokalen Agenda 21 der Gemeinde Schenkendöbern Arbeitskreise zu gründen, in die sich eine breite Bürgerschaft einbringen kann.
«Ziel muss es sein, alle Informationen zu erfassen und zu bündeln» , sagte Steffen Krautz während der Beratung. Insbesondere seien Aktivitäten, Termine und Informationen zur Verhinderung des Neuaufschlusses des Tagebaus Jänschwalde Nord und alle Maßnahmen zur Verbesserung der Lebensqualität für die Menschen am Tagebau innerhalb der Aufgabenstruktur des Agenda-Büros zu organisieren.

Mit diesem Ziel wurden ein Arbeitskreis Veranstaltungen und ein Arbeitskreis Öffentlichkeitsarbeit/Energie gegründet. Einer der Ersten, der seine Mitarbeit bekundete, war der Kerkwitzer Steffen Schulz. Er nannte als Motiv dafür die direkte Betroffenheit und seine umfangreichen Kenntnisse auf dem Gebiet der Anwendung moderner, zukunftsorientierter Energietechnologien.
Steffen Krautz bat alle Anwesenden um Unterstützung bei der Einrichtung des Agenda-Büros. Es solle im ehemaligen Kerkwitzer Schulgebäude eingerichtet werden und als Anlaufstelle dienen. Dort sollen auch die Aktivitäten des Arbeitskreises «Menschen an der Tagebaukante» koordiniert werden. Diesen gründeten bereits am 16. Januar die Taubendorfer unter Leitung von Jürgen Handreck.
Ersten Informationen, nach denen bereits ein Atterwascher an Vattenfall verkauft haben soll, erteilte Krautz eine klare Abfuhr. «Das sind haltlose Gerüchte.» Helga Richter aus Atterwasch sprach lediglich davon, dass Vattenfall zu gegebener Zeit ein Gesprächsangebot unterbreiten will.
Derweil haben bereits am Dienstagabend die Schenkendöberner Gemeinderäte eine Petition an den Vorsitzenden des Kreistages, Dr. Michael Haidan (CDU), verabschiedet. Damit wird der Kreistag aufgefordert, sich zum geplanten Tagebau Jänschwalde Nord und der drohenden Umsiedlung von Kerkwitz, Atterwasch und Grabko zu positionieren. Ausgearbeitet hat die Petition der Bärenklauer Abgeordnete Adalbert Gloyna.

(fw/te)

 
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