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Andere Umsiedlungen
Das Thema Tagebau ist in Atterwasch allgegenwärtig PDF Drucken E-Mail
Freitag, 9. Januar 2009

Das Thema Tagebau ist in Atterwasch allgegenwärtig


Lausitzer Rundschau, 10.01.2009

Den Auftakt der Ortsrundgänge in den Dörfern der Gubener Region hat die LAUSITZER RUNDSCHAU am Donnerstag in Atterwasch vollzogen. Treffpunkt war der Hof von Ortsvorsteher und Landwirt Ulrich Schulz. Schnell wurde während des Gespräches klar: Alles dreht sich im Ort um den drohenden Tagebau, immer wieder führte das Gespräch zu diesem Problem zurück.

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Seit 50 Jahren folgt Kohle den Belkas auf Schritt und Tritt PDF Drucken E-Mail
Montag, 5. Januar 2009

Seit 50 Jahren folgt Kohle den Belkas auf Schritt und Tritt

Lausitzer Rundschau, 11.12.2008

Die seit zwölf Monaten in Weskow lebende Familie Belka hat zweimal innerhalb von nur 35 Jahren ihre Wirtschaft an die Kohle verloren. Zunächst musste ihr Gehöft in Gosda dem Tagebau Welzow-Süd weichen, später auch Haus und Hof in der neuen Heimat Haidemühl. Im Dezember 2007 zogen die Belkas schließlich mitsamt ihrer Landwirtschaft nach Weskow. Doch wenn tatsächlich einmal der Tagebau Spremberg-Ost/Bagenz aufgeschlossen werden sollte, könnte die Grubenkante erneut keine 500 Meter von ihrem Grundstück entfernt verlaufen.

"Einem möglichen neuen Tagebau östlich von Spremberg sehe ich ganz gelassen entgegen. Er wäre zwar auch keinen halben Kilometer von unserem neuen Gehöft entfernt, aber ehe es soweit ist, vergehen wohl noch viele Jahre. Ich habe jedenfalls keine Angst davor", erklärt Gerhard Belka. Der Kohle stehe der 72-Jährige keinesfalls feindlich gegenüber, schließlich habe er, ebenso wie Tausende andere auch, über Jahrzehnte im Bergbau sein Auskommen gefunden. 

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Kerkwitz soll zuerst weichen PDF Drucken E-Mail
Dienstag, 16. Dezember 2008

Kerkwitz soll zuerst weichen


Lausitzer Rundschau, 17.12.2008

Für Kerkwitz, Atterwasch und Grabko (Spree-Neiße) läuft seit Dienstag das Umsiedlungsverfahren. Vattenfall Europe Mining & Generation hat die Planungsunterlagen für das Tagebaufeld Jänschwalde Nord eingereicht. Dabei sollen erst Kerkwitz (2030), dann Atterwasch (2035) und später Grabko (2041) abgebaggert werden.

Ortsbürgermeister Ulrich Schulz bekam die schlechte Nachricht schon Anfang vergangener Woche: Der Tagebau Jänschwalde Nord erfasst ganz Atterwasch. "Wir hatten immer noch gehofft, dass wenigstens ein Teil unseres Dorfes erhalten bleibt." Für Schulz und die meisten Atterwascher sei das aber nur ein Grund mehr, "mit allen Mitteln" gegen die Abbaggerung zu kämpfen.

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Experten machen Betroffenen in Spree-Neiße Mut PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 9. November 2008

Lausitzer Rundschau, 20.09.2008


Experten machen Betroffenen in Spree-Neiße Mut

Rappelvoll war am Donnerstagabend die Turnhalle in Bärenklau bei der Einwohnerversammlung der Gemeinde Schenkendöbern zum Thema Braunkohle. Fachleute machten den Betroffenen Mut für den aus ihrer Sicht keineswegs ausweglosen Kampf. Aus allen Dörfern der Großgemeinde Schenkendöbern sowie aus Guben waren Leute nach Bärenklau gekommen, um sich über bevorstehende Aufgaben im Kampf gegen den nahenden Braunkohlebagger zu informieren. Die Gemeindevertretung hatte genau zum 1. Jahrestag der Bekanntmachung der Tagebaupläne Fachleute an den Tisch geholt, um kompetente Auskünfte zu erhalten. Kernaussage aller war, dass es keineswegs aussichtslos sei, alle Kraft für den Erhalt der Heimat einzusetzen.

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Ehemaliges Tzschelln wäre jetzt 555 Jahre PDF Drucken E-Mail
Freitag, 19. September 2008

Ehemaliges Tzschelln wäre jetzt 555 Jahre

Lausitzer Rundschau, 20.09.2009

Am 11.Oktober, einem Samstag, findet um 15 Uhr ein weiteres Heimattreffen der Bürger des früheren Dorfes Tzschelln im Kindererholungszentrum (KiEZ) am Weißwasseraner Braunsteich statt. Darauf macht Dieter Pannach, selbst ein ehemaliger Tzschellner, der in Boxberg wohnt, die RUNDSCHAU aufmerksam. Bei Pannach liefen alle Teilnahmemeldungen für das Treffen zusammen. Er gehört dem Vorstand des erst kürzlich neu gegründeten Heimatvereins für den abgebaggerten Ort an. „Ich kann berichten, dass sich nach der letzten Veröffentlichung in der RUNDSCHAU rund 120 Personen bei mir gemeldet haben. Es sind ehemalige Tzschellner, die erklärten, entweder beim Heimattreffen dabei zu sein oder in unserem Verein Mitglied werden wollen. Über diese große Resonanz, die ich nicht erwartet hätte, freue ich mich sehr“, meinte Dieter Pannach. Das um so mehr, weil auf den ersten Aufruf des Vereins zur Mitarbeit lediglich fünf ehemalige Bürger des früheren Ortes reagiert hatten (die RUNDSCHAU berichtete).


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Welzower fühlen sich allein gelassen PDF Drucken E-Mail
Freitag, 12. September 2008

Lausitzer Rundschau, 13.09.2008

Vorwurf der Untätigkeit in Tagebauverhandlungen

Welzower fühlen sich allein gelassen

Welzower werfen der Stadt Untätigkeit in den Verhandlungen um die Erweiterung des Tagbaus Welzow-Süd vor. Das wurde während der jüngsten Stadtparlamentssitzung deutlich. Die Schaufelradbagger rücken immer näher an Welzow heran. Mit der Erschließung des Teilfeldes II, für das bis zum Jahr 2015 eine Entscheidung fallen soll, würden der Ortsteil Proschim, das Wohngebiet 5 in Welzow und Bahnsdorf verschwinden. Nach bisherigen Angaben von Vattenfall sind von einer Umsiedlung 1255 Einwohner betroffen (die RUNDSCHAU berichtete).

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Tagebau spaltet Welzower PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 3. August 2008

Lausitzer Rundschau, 04.08.2008

Welzower Stadtverwaltung prüft die Möglichkeit einer Gesamtumsiedlung

Ungewisse Zukunft am Rand der Kante

Die Stadt Welzow (Spree-Neiße) sorgt für ein Novum in mehr als 220 Jahren Bergbau in der Lausitz: Zum ersten Mal ist eine Stadtverwaltung vom Parlament beauftragt worden, wegen der Belastungen durch den Tagebau eine Komplett umsiedlung zu prüfen. Die Entscheidung hängt jedoch nicht vom Willen der Welzower allein ab. Beschließen wird dies die Gemeinsame Landes planungsabteilung Berlin-Brandenburg – in einigen Jahren.

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Nur gemeinsames Auftreten wird Erfolg haben PDF Drucken E-Mail
Sonntag, 16. März 2008

Lausitzer Rundschau, 17.03.2008 

Nur gemeinsames Auftreten wird Erfolg haben

Über die Beratung Agenda Arbeiskreis «Menschen an der Tagebaukante» schreibt Jürgen Handreck aus Taubendorf:

Zur seiner dritten Zusammenkunft traf sich in der vergangenen Woche im Gemeindebüro in Schenkendöbern der Arbeitskreis «Menschen an der Tagebaukante» . Dabei wurde die Veranstaltung mit Vattenfall von Anfang März in der Gemeinde ausgewertet, unter anderem Fragen der Grundwasserabsenkung und Schäden an Gebäuden. Dazu soll es eine Informationsveranstaltung geben, und geklärt werden, wie der Protest zukünftig zum Ausdruck gebracht werden soll.
Diskutiert wurde auch die bedrohliche Lage für die Randgemeinden und dass nur gemeinsames Auftreten Erfolg bringen kann. Im Ergebnis wurde mit großer Mehrheit die Wählergruppe «Lebenswerte Heimat» ins Leben gerufen, um bei der Kommunalwahl am 28. September dieses Jahres eine Alternative zu bieten und den Gegnern der Zerstörung unserer Heimat eine Plattform zu geben. Zur Teilnahme an der Wählergruppe laden wir Bürger der Gemeinde Schenkendöbern ein.

 
Erkelenz (Rheinland) - Unterstützung für Umsiedler PDF Drucken E-Mail
Samstag, 9. Februar 2008

rp-online.de, 23.01.2008, VON KRISTINA HELLWIG

Unterstützung für Umsiedler

Erkelenz (RP) Die Umsiedlungsorte wachsen. Bürgermeister Peter Jansen wünscht sich von Seiten des Bergbautreibenden mehr Verständnis für die Betroffenen. Auch die Stadt tritt dieses Jahr in Entschädigungsverhandlungen ein.

Mit einer deutlichen Aussage zum Thema Umsiedlung hat Bürgermeister Peter Jansen das Jahr 2008 begonnen. Sowohl beim Schöffenessen als auch beim Neujahrsempfang forderte er von den Verantwortlichen bei RWE Power großzügige Entschädigung für die Opfer und schnelle Entscheidungen. Im RP-Gespräch sagte er jetzt: „Viele Dinge ließen sich leichter regeln, wenn der Bergbautreibende mehr Verständnis für die Menschen hätte, statt nur die Regeln abzuarbeiten.“ Die Entschädigungsverhandlungen mit den Umsiedlern könnten zwangsläufig nicht emotionslos ablaufen, „auch wenn wir versuchen, alles so sachlich wie möglich zu regeln“.

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Aussichtsturm sorgt für Frust bei Einwohnern PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 7. Februar 2008

Lausitzer Rundschau, 01.02.2008

Aussichtsturm sorgt für Frust bei Einwohnern

Die Nut pfeift im Haidemühl-Wahrzeichen

Haidemühl.  Die Erfahrung, dass große Geschenke auch große Probleme bereiten können, machen die Haidemühler. Der 22 Meter hohe Aussichtsturm aus Stahl, Holz und Glas, ein Geschenk des Energiekonzerns Vattenfalls, ist ein Wahrzeichen des umgesiedelten Ortes geworden.

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Wenn die Bäume tragen, musst du gehen PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 2. Januar 2008

Lausitzer Rundschau, 02.01.2008

Finsterwalder kämpfen gegen Wohnblockabriss


Finsterwalde.  Die Nachricht hat sie mitten ins Herz getroffen: Das Haus, in das sie vor knapp zehn Jahren eingezogen sind, soll abgerissen werden: Stadtumbau heißt es nüchtern. Für Bernd und Ilona Husemann aus Finsterwalde (Elbe-Elster) ist es das dritte Mal, dass sie sich von einem Fleckchen Erde, mit dem sie sich vertraut gemacht hatten, unfreiwillig trennen sollen.

 

 

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Grabko: Pillepalle und Arroganz PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 8. November 2007

Lausitzer Rundschau, 08.11.2007


Hitzige Diskussion in der Gemeindevertretung


Grabko: «Pillepalle» und Arroganz

Grabko. Der Tagesordnungspunkt 4 der Sitzung der Schenkendöberner Gemeindevertreter am Dienstagabend gestaltete sich sehr brisant. Diskutiert und beschlossen werden sollte die Bildung von Sondergremien hinsichtlich des geplanten Braunkohlentagebaues Jänschwalde Nord. Doch dazu kam es nicht.

 

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HAIDEMÜHL - Kohle gegen Kohle PDF Drucken E-Mail
Montag, 22. Oktober 2007

Berliner Zeitung, 20.10.2007, Blickpunkt - Seite 03

Kohle gegen Kohle

Ein Dorf in der Lausitz musste dem Tagebau weichen. Den Umsiedlern fehlt es an nichts - nur eine Heimat haben sie am neuen Ort nicht gefunden

Martin Klesmann

 

HAIDEMÜHL. Bei aller Dramatik hatte die Umsiedlung des Dorfes für manche in Haidemühl auch gewisse Vorteile. Sie konnten auf elegante Art ihre Nachbarn los werden. Die Umzugsbeauftragten des Energiekonzerns Vattenfall hatten die Bewohner gefragt, ob sie weiter mit ihren bisherigen Nachbarn Tür an Tür leben wollten - oder ob sie sich neue wünschten. Viele wollten neue Nachbarn. 

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Ein neues Haus bedeutet noch keine neue Heimat PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 20. September 2007

Lausitzer Rundschau, 20.09.2007

Die Hornoer Pfarrerin Dagmar Wellenbrink im RUNDSCHAU-Gespräch


Ein neues Haus bedeutet noch keine neue Heimat


Mit dem Wort „Umsiedlung“ ist jetzt ein neues Kapitel in der Geschichte der Dörfer Atterwasch, Grabko und Kerkwitz (Spree-Neiße) überschrieben. Zur Fortführung seiner Braunkohleverstromung will der Energiekonzern Vattenfall ab 2020 hier einen von drei neuen Tagebauen aufschließen. Den rund 900 betroffenen Einwohnern hat Vattenfall-Präsident Lars G. Josefsson umfangreiche materielle Entschädigungen versprochen. Aber reicht das aus, den Verlust der Heimat auszugleichen? Die RUNDSCHAU sprach mit Dagmar Wellenbrink, früher Pfarrerin im abgebaggerten Horno.

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