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Aussichtsturm sorgt für Frust bei Einwohnern PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 7. Februar 2008

Lausitzer Rundschau, 01.02.2008

Aussichtsturm sorgt für Frust bei Einwohnern

Die Nut pfeift im Haidemühl-Wahrzeichen

Haidemühl.  Die Erfahrung, dass große Geschenke auch große Probleme bereiten können, machen die Haidemühler. Der 22 Meter hohe Aussichtsturm aus Stahl, Holz und Glas, ein Geschenk des Energiekonzerns Vattenfalls, ist ein Wahrzeichen des umgesiedelten Ortes geworden.

Wie in der jüngsten Ortsbeiratssitzung deutlich wurde, ist die Freude darüber in Frust umgeschlagen. «Neulich fragte mich ein Anwohner, ob ich Dynamit in der Tasche habe, um den Aussichtsturm zu sprengen» , erzählte Ortsbürgermeister Dietmar Kiel. «Die Umsetzung entspricht überhaupt nicht unseren Vorstellungen» , sagte Ortsbeiratsmitglied Hagen Rittel. Geplant gewesen seien andere Segel, die mit festen Stahlseilen befestigt werden sollten. Inzwischen musste hätte ein Segel, das nach Weihnachten im Wind flatterte und zu einer Gefahr geworden war, abgebaut werden müssen. Auch einige Halterungselemente seien defekt und mehrere Trittbohlen zu einer Stolpergefahr für die Besucher des Turmes geworden. Und dann die pfeifenden Geräusche, so Dietmar Kiel, die schon bei mäßigen Windstärken im Ort zu hören seien. «Wir haben den Grund für die Geräusche gesucht und festgestellt, dass es eine Nut am Fahnenmast ist, die für die lauten Geräusche sorgt» , sagte der Ortsbürgermeister.

Laut Mitteilung der Spremberger Stadtverwaltung soll sie jetzt von Mitarbeitern der Stadtbrigade notdürftig abgeklebt werden. Der Haidemühler Ortsbeirat ist von Vattenfall enttäuscht, schließlich sei Qualität versprochen worden. Das Bergbauunternehmen habe eine Nachsorgepflicht, so der Ortsbeirat. Doch bisher habe sich leider nichts getan. Zudem, so bestätigte Dietmar Kiel, sei der geschenkte Aussichtsturm mit den Baumängeln jetzt Eigentum der Stadt Spremberg. Damit stünde sie in der Pflicht.  (ak)

 
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