In der Lausitz soll eine der größten Kupferlagerstätten Europas näher erkundet werden. In dem bereits zu DDR-Zeiten entdeckten Vorkommen unter Spremberg (Brandenburg) und Weißwasser (Sachsen) lägen in 1000 Meter Tiefe etwa 1,5 Millionen Tonnen reines Kupfererz, sagte Klaus Freytag, Präsident des Brandenburger Landesamtes für Bergbau, Geologie und Rohstoffe, am Freitag in Cottbus.
Er bestätigte damit einen Bericht des MDR-Ländermagazins „Sachsenspiegel“ vom Abend zuvor. Zur weiteren Erkundung der Lagerstätte habe die Firma Lausitzer Grauwacke GmbH bei den Landesbergämtern Brandenburgs und Sachsens einen Antrag gestellt. Der entsprechende Bescheid werde im März erteilt, kündigte Freytag an. Dann könnten Probebohrungen in der Region beginnen. Falls der Kupferpreis weiter so stark steige wie bisher, könne sich der Abbau des Erzes eines Tages vielleicht lohnen.
„Für eine Erschließung dieses Kupfervorkommens sind aber Investitionen in Milliardenhöhe nötig, und das können nur große Konzerne leisten“, sagte der Amtspräsident. Aus diesem Grund sehe er in den nächsten 20 Jahren kein Kupferbergwerk in der Lausitz. DDR-Spezialisten hatten die Lausitzer Kupferflöze den Angaben zufolge bereits in den 1950-er Jahren entdeckt und dokumentiert.
Die geologische Formation reicht von Hessen über das Mansfelder Land (Sachsen-Anhalt) und die Lausitz bis nach Niederschlesien. Zu DDR-Zeiten wurde Kupfer aus wirtschaftlichen Gründen in der Lausitz nicht abgebaut, dafür aber im Mansfelder Land. Im polnischen Breslau (Wroclaw) sind den Angaben zufolge noch tausende Menschen im Kupferbergbau tätig. Das Brandenburger Landesbergamt will nach eigenen Angaben am 20. Februar in Kleinmachnow bei Potsdam über die Lausitzer Kupfer-Lagerstätte informieren.