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Lausitzer Rundschau, 08.09.2007 Kupferbergbau beschäftigt Einwohner Schleifer wollen Informationen aus erster Hand Auch in Schleife sollte eine Informationsveranstaltung zum Thema Kupferbergbau stattfinden. Das hat Ronald Fabian in dieser Woche dem Gemeinderat vorgeschlagen. Damit hat der Schleifer offene Türen eingerannt, wie den Worten des amtierenden Bürgermeisters Reinhard Bork zu entnehmen war. «Wir müssen der Minera nur noch sagen, wann wir es wollen. Die panamaische Firma steht zur Verfügung, hat den Zeitpunkt November bis Februar vorgeschlagen» , so Bork. Dieser hatte Anfang August an einer ähnlichen Informationsveranstaltung in Spremberg teilgenommen, zu der der dortige Bürgermeister die Chefs der umliegenden Gemeinden eingeladen hatte (die RUNDSCHAU berichtete). Die Firma Minera S.A. will nach eigenen Angaben im Winter mit der Erkundung des Kupferfeldes «Spremberg-Graustein-Schleife» beginnen und dafür in den kommenden anderthalb Jahren rund 30 Millionen Euro investieren.
Von dem rund 400 Quadratkilometer großen Feld sollen sich etwa 50 auf der Gemarkung von Schleife befinden. Zwei der insgesamt 12 geplanten Bohrungen sollen hier stattfinden, hieß es. Nach den ersten Gesprächen und der Firmenpräsentation zu urteilen, so Bork, sei sein Eindruck durchweg positiv. «Wir sollten als Gemeinde und Bürgerschaft dieses Vorhaben unterstützen und vor allem als Chance für unsere Region sehen.» Das vor allem auch unter dem Aspekt, dass mehrere hundert Arbeitsplätze entstehen und Zuliefer- sowie Servicefirmen davon profitieren können, sollte ein Kupferbergwerk errichtet werden. Ein zweites Feld erstreckt sich bis nach Weißwasser. Beide Felder zusammen überdecken laut den veröffentlichten Lageplänen das gesamte Gebiet von Schleife. Dass die polnische Firma, die in Richtung Weißwasser die Kupfervorkommen erkunden darf, sich bis dato noch nicht an die Öffentlichkeit gewandt und über ihr Vorgehen informiert hat, ärgert die Schleifer. Schließlich handele es sich um ein Unternehmen «vor der Haustür» im Gegensatz zu Minera aus Panama. Die Schleifer wollen deshalb jetzt an das Oberbergamt in Freiberg herantreten, kündigte der amtierende Bürgermeister Reinhard Bork an. [.........]  | | Zum Thema Kupferabbau | Das Lausitzer Kupfervorkommen zwischen Spremberg und Weißwasser ist seit Ende der 1930er-Jahre bekannt. In der Lagerstätte Spremberg-Graustein-Schleife werden in bis zu 1500 Metern Tiefe 1,5 Millionen Tonnen reines Kupfer vermutet. Es wird, anders als bei der Braunkohle, keine Umsiedlungen geben und keine Grundwasserveränderung. Ohnehin, so schildert der Erkundungsgeologe, werde man von dem Untertagebergbau recht wenig sehen. Ein Produktionsschacht, der aussehe wie ein moderner Wasserturm, dazu in größerer Entfernung zwei Lüftungsschächte, Verwaltung, Erz-Aufbereitung – das ist alles. Das Kupfer werde vom Gestein mit einem physikalischen Verfahren abgetrennt und auf der Schiene zur Verhüttung transportiert. Die Verhüttung selbst, mit der Anwohner Ängste vor Umweltbelastungen verbinden, werde nicht in der Lausitz erfolgen, so Projektleiter Volker Spieth von der Minera (die RUNDSCHAU berichtete). | |