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Lausitzer Rundschau, 13.12.2007 Unternehmen investiert 1,7 Millionen Euro Proschimer Landwirte füttern Biogasanlage Proschim. Einen großen Bahnhof hatten Dienstag die Proschimer zu verkraften. Auf dem Firmengelände der Landwirte GmbH Terpe-Proschim wurde eine Biogasanlage für rund 1,7 Millionen Euro eingeweiht. Wie Geschäftsführerin Petra Rösch mitteilte, soll die Anlage pro Jahr rund 4 Millionen Kilowattstunden ans Netz der envia abgeben.
ördermittel für die Anlage, die Energie aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt, seien nicht geflossen. «Nachdem wir am 16. April die Genehmigung nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erhalten hatten und die Bank zustimmte, begannen wir, das ehrgeizige Vorhaben in die Tat umzusetzen» , erklärt Petra Rösch. Im Mai hatte sie zur Grundsteinlegung einladen können. Dass alles so gut lief, verdanke sie in erster Linie ihren Mitarbeitern, die den größten Anteil am neuen «Rückgrat» der Landwirte GmbH hätten. Wolfgang Krautz, der technische Leiter der Firma, sowie Spezialisten verschiedener Branchen haben hier eine Anlage entstehen lassen, die im Herzstück, dem Blockheizkraftwerk mit 536 Kilowatt Leistung, Biogas in Strom verwandelt. «Gefüttert» werde die moderne Biogasanlage in erster Linie mit 4000 bis 7000 Tonnen Mais- und Gras-Silage. Hinzu kämen rund 8000 Kubikmeter Rindergülle. Den zu erwartenden täglichen Biogas- Ertrag bezifferte Petra Rösch mit 5064 Kubikmeter. Und die tägliche Feuerungswärmeleistung solle 1181 Kilowatt betragen. «Neben unseren 500 Milchkühen, die bei uns in den Ställen stehen, haben wir jetzt auch noch eine Blechkuh zu füttern» , sagte Petra Rösch schmunzelnd. Das Energieeinspeisungsnetz gebe den Proschimer Landwirten die Sicherheit der Abnahme und Vergütung. Das sei besser, als von den gegenwärtig schwankenden Getreidepreisen abhängig zu sein. «Insgesamt können wir mit der Anlage rund 4 Millionen Kilowattstunden pro Jahr an das Netz liefern» , freut sich Gerhard Rösch. Darüber hinaus würden aber auch die Büros, Garagen, Werkstätten und eine betriebseigene Wohnung mit der Energie aus der eigenen Produktion versorgt. «Wir sind jetzt nicht nur Verkäufer von landwirtschaftlichen Produkten, sondern auch von Energie» , so Petra Rösch. «Die Anlage kann sich wirklich sehen lassen. Die Kombination aus Landwirtschaft und diesem innovativen Modell finde ich sehr gut» , sagte Detlev Pusch (parteilos), der amtierende Bürgermeister von Welzow, der sich mit Petra und Gerhard Rösch über die Einweihung freute und sich in die Gratulantenschar einreihte. Bereits am 15. Juni des kommenden Jahres können alle Interessenten die Proschimer Biogasanlage näher in Augenschein nehmen. Dann lädt das Landwirtschaftsunternehmen mit seinen 86 Mitarbeiter zu einer Landpartie nach Proschim ein. André Kurtas |