www.umsiedler-schleife.de


Startseite arrow Neuigkeiten arrow Trebendorf / Mühlrose arrow Kachelmann-Wetterstation für Trebendorf
Samstag, 19. Mai 2012
Start
Startseite
Lage / Karte
Übersicht
Hauptmenü
Neuigkeiten
Umsiedlung
Wir Umsiedler
Presse
Heimat
Ortsgeschichten
Historische Orte
Brauchtum / Tradition
Sagenwelt der Region
Verschwundene Orte
Die Sorben der Lausitz
Bergbau
Bergbau im Überblick
Sonstiges
Allgemeines
Links
Bildergalerie
Gästebuch
Diskussion
Videogalerie
Suche...
Kontakt
Impressum
Sitemap
Newsletter







Kachelmann-Wetterstation für Trebendorf PDF Drucken E-Mail
Samstag, 26. Januar 2008

Lausitzer Rundschau, 22.01.2008

Einwohner informiert / Lärm- und Staub-Werte sollen auch erfasst werden

Kachelmann-Wetterstation für Trebendorf

Trebendorf.  Noch in diesem Jahr erhält Trebendorf eine Mess-Station für Lärm und Staub. Damit verbunden sei der Bau einer Kachelmann-Wetterstation. Das kündigte Bürgermeister Peter Mäkelburg am Freitagabend während der Einwohnerversammlung im «Kastanienhof» an. Der Saal der Gaststätte hatte gedroht, aus allen Nähten zu platzen, so stark war die Resonanz der Trebendorfer und Mühlroser an den aktuellen Informationen zum Thema «Bergbau» . Aus dem Munde des Gemeindechefs konnten die Einwohner persönlich hören, welche vorläufigen Ergebnisse Trebendorf für den künftigen Grundlagenvertrag mit Vattenfall ausgehandelt hatte (die RUNDSCHAU berichtete).

Dazu gehören drei Teile: I. Entschädigung der Umsiedler (im März 2007 verhandelt); II. Dorfentwicklungskonzept und III. Kommunales Handlungskonzept (Gemeindeeigentum; Ende November, Anfang Dezember 2007 verhandelt).

«In zirka 18 Monaten Vorbereitungszeit wurde unter breiter Mitwirkung der Bürger über die Vereine, die Feuerwehren, die Beiräte Bergbau und den Gemeinderat der Forderungskatalog als Verhandlungsgrundlage erarbeitet» , hatte Mäkelburg noch einmal betont. Dabei stellte er fest: «Alle Gespräche mit Vattenfall dazu verliefen in sachlicher und konstruktiver Atmosphäre.»


Dörfliches Leben fördern

Detailliert erfuhren die Trebendorfer, welche konkreten infrastrukturellen Maßnahmen vorgesehen sind und welche Finanzfonds von Vattenfall zur Verfügung gestellt werden: Fonds I in Höhe von zwei Millionen Euro «im Sinne der Sozialverträglichkeit des Bergbaus sowohl zur Förderung des Vereins- und Gesellschaftslebens als auch zur Gestaltung des sportlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Lebens der Gemeinde» , erklärte der Bürgermeister. Der zweite Fonds umfasst neun Millionen Euro. Von diesem Geld könnten einzelne Maßnahmen der Dorfentwicklung langfristig finanziert werden. «Ein Teilbetrag davon ist gleichzeitig für einen sozialverträglichen direkten Ausgleich aller bewohnten Grundstücke – bis auf die Umsiedler – vorgesehen.» Dazu müsse aber noch eine rechtssichere Grundlage geschaffen werden. Denn Trebendorf sei die erste Gemeinde, die Derartiges mit Vattenfall ausgehandelt habe, so Mäkelburg. Dieser betonte in diesem Zusammenhang, dass diese Fonds nicht für Entschädigungen im Sinne des Bundesberggesetzes, also Bergbauschäden usw., vorgesehen seien. Diese würden, soweit vorhanden, separat geregelt.

Im Anschluss an die Ausführungen konnten die Bürger die vorgestellten Verhandlungsergebnisse, Teil I und II, hinterfragen. Eine «Randbetroffene» wies auf den Lärm, Dreck und Schmutz hin, den der Tagebau mitsich bringen werde. «Wir fühlen uns als die Looser von Trebendorf» , sagte sie, gehe es doch immer nur um die Umsiedler.

Dem widersprach der Bürgermeister konsequent und wies noch einmal auf den Fonds zwei hin. Auch den Vorwurf, die Bürger nicht umfassend informiert und einbezogen zu haben, wies der Gemeindechef zurück und sagte: «So demokratisch, so intensiv die Bewohner, die Vereine aufgefordert wurden, sich einzubringen» , sei der Vorwurf nicht hinnehmbar. Um einen Standort für die angekündigte Mess-Station, die ehrliche Messwerte garantiere, ging es einem anderen Trebendorfer. Was den Lärm angeht, gibt es Befürchtungen, dieser würde in den kommenden Jahren noch stärker werden. «Jetzt weckt mich schon nachts das Viepen der Bandanlage» , hieß es.

Anwesende wollten wissen, ob es Bestrebungen gibt, diesen Lärm abzuschwächen. Joachim Kretschmer, Leiter Bergschäden/Bauwesen bei Vattenfall Europe Mining AG, bestätigte das.


Mäkelburg will in den Tagebau

Vattenfall sei verpflichtet, die Richtwerte einzuhalten. Unabhängig davon sei man im Tagebau ständig dabei, die vorhandene Technik zu verbessern. An bestimmten Bereichen wolle man die Lautsprecheransagen abschaffen. Das werde derzeit untersucht, müssten doch bestimmte Sicherheitsbestimmungen eingehalten werden. Kretschmer sprach von einem Spagat, der dafür notwendig sei. «Wir wollen die Belastung so gering wie möglich halten, vor allem in den Randgemeinden.» Kretschmer wies hin, dass der Richtwert von 45 Dezibel nicht nur für Vattenfall gelte, sondern für Mischgebiete in ganz Deutschland. «Wir fahren mal raus in den Tagebau und überzeugen uns selbst, was 50 Dezibel bedeuten» , schlug daraufhin Peter Mäkelburg vor und erntete Zustimmung.

Zum Thema Bürgerbefragung
Die Trebendorfer sind aufgefordert, ausgehändigte Stimmzettel auszufüllen. Bei diesen geht es um eine Entscheidung zum städtebaulichen Ideenwettbewerb. Vier verschiedene Planer haben bereits Ende 2007 ihre Ideen vorgestellt. Die Trebendorfer haben nun eine Zusammenfassung erhalten. Auf den Stimmzetteln soll jeder seinen Favoriten ankreuzen und aufschreiben, was er von den anderen Vorschlägen außerdem berücksichtigt wissen will. Letzter Abgabetermin ist der 8. Februar im Bürgerbüro, Alte Schule . Bereits am 18. Februar soll das Ergebnis bekanntgegeben werden.

Gabi Nitsche

 
< zurück   weiter >

Design by Joomlateam.com | Powered by Joomlapixel.com |