|
Lausitzer Rundschau, 13.12.2007 Vattenfall übergibt neue Brunnen und Rohrleitungen Mehr Wasser für Trebendorf Trebendorf. Gestern sind durch Vattenfall zwei vorgezogenen Brunnen des zukünftigen Tagebaurandriegels in Trebendorf in Betrieb genommen worden. Damit soll der Wasserhaushalt gestützt und die Wasserzufuhr für das Naturschutz- und FFH-Gebiet «Altes Schleifer Teichgelände» geregelt werden.
Nach Auskunft von Klaus Kuhlmann, Leiter Vorbereitung Entwässerungsbetrieb, werden pro Minute ein bis drei Kubikmeter Wasser in den Großen Siedlungsgraben geleitet. Damit soll im Naturschutzgebiet und der Struga der Wasserstand gehalten werden. Die technische Realisierung der Brunnenanlagen erfolgte durch Firmen der Region. «Wir bedanken uns bei den Baufirmen für die Kürze der Zeit, in der das Vorhaben realisiert wurde» , sagte Klaus Kuhlmann. Er lobte auch die Zusammenarbeit mit der Gemeinde und den Bürgern, über deren Grund und Boden teilweise die Leitungen verlegt werden mussten. Zur Stabilisierung des wasserwirtschaftlichen Systems wurde in der Vergangenheit bereits eine Leitung verlegt, um das sensible Gebiet im Bereich des Trebendorfer Tiergartens mit Wasser zu versorgen. Eine größere Rohrleitung, die im September in Betrieb genommen wurde, leitet vier bis fünf Kubikmeter Wasser pro Minute in die Struga und versorgt einen kleinen Abzweig am ehemaligen Lehnigteich. Insgesamt sind 2,5 Kilometer Leitungen im Rahmen des Sonderbetriebsplanes von Vattenfall zur Stabilisierung des wasserwirtschaftlichen Systems in Trebendorf verlegt worden. Bürgermeister Peter Mäkelburg freute sich, dass mit Vattenfall ein tragfähiger Kompromiss gefunden wurde, um das Leben in Trebendorf trotz des Bergbaus lebenswert zu erhalten. Gegenwärtig werde noch nach einer technischen Lösung gesucht, um das Wasser auch in der Ortslage zu behalten. Angelika Brinkop |