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Erneut Chefwechsel bei Vattenfall Europe PDF Drucken E-Mail
Freitag, 7. Dezember 2007

Lausitzer Rundschau, 08.12.2007

Erneut Chefwechsel bei Vattenfall Europe

Berlin (dpa)  Beim Energiekonzern Vattenfall Europe kommt es nach gut fünf Monaten erneut zu einem Chefwechsel. Zum 1. Januar 2008 wird der 50-jährige Tuomo Hatakka Vorstandsvorsitzender. Beim Energiekonzern Vattenfall Europe kommt es nach gut fünf Monaten erneut zu einem Chefwechsel. Zum 1. Januar 2008 wird der 50-jährige Tuomo Hatakka Vorstandsvorsitzender.

Dies teilte wie die deutsche Tochter des schwedischen Vattenfall-Konzerns am Freitag nach einer Aufsichtsratssitzung mit. Der bisherige Leiter der polnischen Tochter folgt auf Hans-Jürgen Cramer, der erst im Juli an die Spitze von Vattenfall Europe mit Sitz in Berlin gerückt war. Er hatte den langjährigen Chef Klaus Rauscher abgelöst, der nach massiver Kritik an der Informationspolitik über Pannen in den schleswig-holsteinischen Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel zurückgetreten war.

Zugleich entschied der Mutterkonzern, das Geschäft seiner Töchter in Deutschland und Polen zusammenzuführen. Die Leitung einer neuen Dach-Gruppe übernimmt ebenfalls der Finne Hatakka, der mit einer Deutschen verheiratet ist und auch deutsch spricht. Vattenfall-Chef Lars G. Josefsson sagte, mit der Verzahnung der Aktivitäten in Deutschland und Polen solle die Ausgangsposition für weiteres Wachstum in Mitteleuropa gestärkt werden.

Cramer habe als Chef der deutschen Tochter «den wichtigen Anfang gemacht, um verloren gegangenes Vertrauen in Vattenfall bei Kunden und anderen gesellschaftlichen Gruppen zurückzugewinnen», sagte Josefsson. Cramer soll den Angaben zufolge bis 30. Juni weiter als Vertriebsvorstand tätig sein und dann aus dem Konzern ausscheiden. Erst vor einigen Wochen hatte Vattenfall Europe eine Imagekampagne gestartet, in der sich Cramer persönlich an die Kunden wendet. Nach dem Wirbel um die Pannen in den beiden Atomreaktoren und Kritik an unvollständigen Preisinformationen hatte Vattenfall Europe einen Verlust von 200 000 Kunden eingeräumt.

Wie weiter mitgeteilt wurde, sollen die Verantwortlichkeiten im deutschen Unternehmensvorstand während der ersten Jahreshälfte 2008 «einer Prüfung unterzogen» werden. Eine rechtliche Verschmelzung mit der polnischen Landesorganisation, für die noch ein Leiter benannt werden soll, sei nicht beabsichtigt.

 
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