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Ex-Vattenfall-Chef Rauscher macht jetzt in Öko PDF Drucken E-Mail
Mittwoch, 2. Januar 2008

WELT-Online, 27. Dezember 2007

 

Ex-Vattenfall-Chef Rauscher macht jetzt in Öko

Wegen der Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel musste Klaus Rauscher bei Vattenfall gehen. Nun macht er den Chef-Aufseher bei der Endi AG in Halle. Das Unternehmen entwickelt und betreibt Anlagen, die aus Deponie-, Gruben-, Bio- und Klärgas Energie erzeugen.

Klaus Rauscher (58), bis zu den Pannen in den Atomkraftwerken Krümmel und Brunsbüttel Chef des Energiekonzerns Vattenfall Europe, engagiert sich jetzt für Öko-Energie. Er ist seit kurzem Aufsichtsratsvorsitzender der Endi AG in Halle (Sachsen-Anhalt). Aktionäre des Unternehmens hätten ihn angesprochen, ob er diesen Posten übernehmen wolle, sagte Rauscher der „Mitteldeutschen Zeitung“. „Da ich freie Kapazitäten hatte und beim Thema Energie- und Finanzwirtschaft sicherlich einige Erfahrungen einbringen kann, habe ich zugesagt.“


Der gebürtige Franke galt jahrelang als Vorzeige-Manager. Seine zögerliche Informationspolitik nach den Störfällen in Krümmel und Brunsbüttel kostete ihn im Sommer diesen Jahres seinen Posten bei Vattenfall.


Die Endi AG wurde 2000 gegründet und hat derzeit 25 Beschäftigte. Sie finanziert, entwickelt und betreibt Anlagen, die aus Deponie-, Gruben-, Bio- und Klärgas Energie erzeugen. In naher Zukunft sei geplant, für 300 bis 400 Millionen Euro in mehreren Bundesländern Biogasanlagen zu bauen, sagte Rauscher. Die Mittel wollen sich die Hallenser unter anderem mit dem Gang an die Börse beschaffen. Der Börsengang ist 2008 oder aber spätestens 2009 geplant.

 

dpa/dma

 
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