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Ergebnisse der Befragung in Klein-Trebendorf vorgestellt PDF Drucken E-Mail
Donnerstag, 10. April 2008

Lausitzer Rundschau, 11.04.2008

Erste Ergebnisse der Befragung von Klein-Trebendorf vorgestellt

Mehrheit will im Ort umsiedeln

Trebendorf.  Mit 60,2 Prozent der Einwohner hat sich die Mehrheit der Klein-Trebendorfer für eine schnelle Umsiedlung entschieden, wenn Vattenfall das beantragte Vorranggebiet des Tagebaus Nochten genehmigt bekommt.

Das hat eine Befragung der betroffenen Bürger ergeben, informierte Bürgermeister Peter Mäkelburg am Mittwoch im Gemeinderat. «Von den 112 angeschriebenen Haushalten haben wir 93,7 Prozent Rückmeldungen erhalten» , berichtete er und unterstrich, dass das ein erfreuliches Ergebnis sei.

 

«Uns war auch ganz wichtig, von den Klein-Trebendorfern zu erfahren, ob sie bei einer Umsiedlung denn gern in Trebendorf bleiben möchten» , erläuterte Mäkelburg. Denn verlässliche Antworten seien gerade jetzt, wo Trebendorf als Umsiedlungsstandort neu gestaltet werden soll, von ungeheurer Bedeutung. Allein für die Umsiedler von Hinterberg werden laut Gemeindechef insgesamt 35 neue Grundstücke benötigt. «Wie hoch ist aber der Bedarf, wenn die Klein Trebendorfer dazukommen? Auf diese Frage brauchten wir dringend eine Antwort.» Und diese liegt jetzt vor. So wie schon die Hinterbergler wollen auch die meisten Klein-Trebendorfer in ihrem Heimatort bleiben.

Für den Bürgermeister ist das ein Grund zur Freude. Für den beauftragten Planer Prof. Heiko Schellenberg aus Dresden, der bis Juli aus den vier vorgestellten Gestaltungsideen das künftige Trebendorf konzipiert, sicherlich eine Herausforderung. Denn nun werden etwa weitere 48 Grundstücke im gesamten Ort gebraucht.

Der Bürgermeister nutzte die Ratssitzung für weitere statistische Angaben im Zusammenhang mit dem Bergbau: 1415 Hektar Fläche, das sind 44 Prozent von Trebendorf, werden durch das 1994 genehmigte Tagebaugebiet in Anspruch genommen. Davon sind 1200 Hektar Waldfläche. In Hinterberg sind 45 Grundstücke (140 Personen) von der Teilortsumsiedlung betroffen, in Mühlrose sind es elf Grundstücke (32 Personen).

Wenn das Vorranggebiet genehmigt wird, fallen in Klein Trebendorf 77 Grundstücke (263 Personen) und 425 Hektar Fläche, darunter 100 Hektar Wald, der Kohle zum Opfer. Im Ortsteil Mühlrose wären rund 200 Einwohner betroffen. Insgesamt müssen durch das jetzige Abbaugebiet und das Vorranggebiet zirka 670 Personen Haus und Hof aufgeben. Das sind etwa 63 Prozent der gesamten Einwohnerzahl Trebendorfs.

G. Nitsche

 
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