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Lausitzer Rundschau, 19.10.2007, Leserbrief
Andreas Hofer: Wir sind den Verhandlungsprofis ausgeliefert
Gedanken machte sich Umsiedler Andreas Hofer, Rohne. Wenn wir, die Umsiedler, die Gemeinderatsbeschlüsse der Gemeinde Schleife vom 15. Oktober hinnehmen, kommt das für uns einer Auslieferung gleich.
Lassen wir einmal die Fakten für sich sprechen: In einer Verhandlungskommission von neun Mitgliedern, in der jedes Mitglied eine Stimme hat, würden wir maximal zwei Stimmen haben. Die Verhandlungskommission überarbeitet auch noch einmal die Forderungskataloge. Auch dort hätten wir wieder maximal zwei Stimmen. Der Gemeinderat selbst hat schon fünf Stimmen, wäre also immer in der Überzahl, selbst, wenn sich die anderen zwei Mitglieder der Verhandlungskommission unserer Meinung anschließen sollten. Verhandlungsergebnisse werden immer in Verhandlungen erzielt, nicht danach. Das Angebot von Gemeinde und Vattenfall, nach den Verhandlungen einen Anwalt hinzuziehen zu dürfen, bringt im Endeffekt rein gar nichts. In den Verhandlungen sind wir auf uns allein gestellt, den Verhandlungsprofis von Vattenfall und der Überzahl der Gemeinderatsmitglieder innerhalb der Verhandlungskommission ausgeliefert.
Das nennt man dann in Schleife Demokratie. Du darfst zwar eine Stimme haben, aber eine Chance räumen wir dir von Anfang an gar nicht erst ein. |