|
Geschrieben von dkr
|
|
Sonntag, 16. September 2007 |
|
In Rohne gab es einen Bauern namens Spreitz, der hatte einen Plon (sorb. Drache). Dieser Plon machte den Bauern reich. Eines Sommers lag hinter dem Stall ein Haufen Streu. Auf diesem Streuhaufen lag immer nach Sonnenuntergang und bei großer Hitze der Drache als buntes Kälbchen getarnt, um sich auszuruhen. Als die Kinder nun in ihren Windeln das Kalb vom Streu jagen wollten, sagte die Mutter: „Kinder lasst ihn zufrieden“ und gab dabei nicht zu, dass es in Wirklichkeit der Plon ist. Die Familie Spreitz, so sagen die Leute, hatte auch immer eine verschlossene Kammer, wo der Plon gewohnt haben soll. Als nun die Tochter heiraten wollte, sollte sie den Plon in die neue Wirtschaft mitnehmen. Die Tochter wollte den Drachen jedoch nicht mitnehmen und der Drache selbst wollte auch nicht fort. In seiner Wut und zur Rache brannte der Plon, am Hochzeitstag, als die Gäste bei Tisch waren, das Haus nieder. Man erzählt sich, dass der Plon mitverbrannte und dass die Geschichte vor 50 Jahren passiert sein soll.
|