Das Hexenbrennen

Ein sehr bekannter Brauch im Kirchspiel Schleife ist das Hexenbrennen. Es findet am 30. April (in der Walpurgisnacht) in den Abendstunden statt.

Bei diesem Brauch wird ein großer Reisighaufen, an dessen Spitze eine Puppe als Hexe verkleidet angebracht wird, verbrannt. Dieses Ereignis wird mit einem Fackelumzug  für die Kinder eingeleitet und endet am Feuer des sogenannten Hexenhaufens in gemütlicher, feierlicher Runde. Der Reisighaufen besteht hauptsächlich aus Ästen und Schnittgut von Obst- und Ziergehölzen der Dorfbewohner. Da dieser Haufen schon einige Tage vor dem Hexenbrennen errichtet wird, müssen er zum Schutz vor vorzeitigen Abbrennen Tag und Nacht bewacht werden.

Kirmes

In den Herbstmonaten wird nach getaner beschwerlicher Feldarbeit das Erntefest und die Kirmes gefeiert.

Dabei werden die Ernteerfolge des Jahres präsentiert. Bei diesem Fest feiern die Bauern ausgelassen bei Tanzmusik ihre Leistungen im zurückliegenden Jahr.

Das Christkind

In den Orten des Kirchspiels Schleife findet man in der Adventszeit das bekannte Christkind mit seinem zwei Helfern. Da jedes Christkind nur in den Grenzen des eigenen Dorfes Glückwünsche überbringen darf, gibt es in jedem Dorf ein eigenes Christkind mit eigener Tracht. Die bunt geschmückte Tracht ist mit Bändern und Schleifen verziert und verhüllt zudem die Hände und das Gesicht des Mädchens, welches nicht erkannt werden darf.

Man sagt, wer als Christkind geht, wird im nächsten Jahr als erstes im Ort heiraten. Derjenige, der Besuch vom Christkind bekommt, wird gestreichelt und empfängt damit Glück und Gesundheit fürs kommende Jahr.