Dokumentation einer Diskussion

In den Jahren 2008 und 2009 fand in unserem Gästebuch eine lebhafte Diskussion statt, wobei viele Aspekte rund um Bergbau und Umsiedlung diskutiert wurden.

Frank N.       

18-01-2008

Soll daß ein Witz sein?
(Forderungskatalog der Der Gemeinde Trebendorf an Vattenfall)
Laut Artikel der LR vom Freitag, sollen die Vereine von Trebendorf 2 Mill. Euro bekommen und genau soviel sollen die Randbetroffenen als Ausgleich für die Belastungen des Tagebau bekommen.
Macht ca.10000-13000€ pro Haushalt. Dafür kann man gerade mal 2 Schalldichte Fenster bekommen.
Also wer solche Beschlüsse fast ist einfach nicht tragbar.
Fakt ist eins,diesen Ort wird es als Einheit nicht mehr geben. Es gibt nur noch die Neureichen und die Angesch...

 

Frank N.         

19-01-2008

Hier mal für alle die Interesse an einer Jahresstatisik Windrichtung in Trebendorf haben.
Da ich meine Wetterstation schon mehrere Jahre betreibe hier die Grafik von 2007.
An Hand der Prozentzahlen Rechte Spalte kann sich jeder Ausrechnen an wievielen Tagen der Wind aus dem Tagebau in den Ort weht.
(Tip Satelliten-Spiegel sind nach Süden gerichtet)

 

panzerfahrer       

19-01-2008

Hallo, habe ebenfalls eine Wetterstatistik aus dem Jahr 1987, in der interessanterweise Südwest die Hauptwindrichtung war.

 

Wolfgang       

18-01-2008

hallo frank n. ich glaube dein neid ist größer als dein wissen. wir müssen unser haus, grundstück ein stück heimat aufgeben, auch wenn wir ein neues haus bekommen, es wird nie so werden wie früher. ich wohne im hinterberg und habe keine geräusch belastung durch vem, ok bis auf die lautsprecheransagen. das geld was angeblich die vereine bekommen sind aber keine zwei mille, bitte in der gemeinde schlau machen. also bitte keine falschen tatsachen verstreuen. und das was der grundlagenvertrag aussagt und es wirklich so kommt freue ich mich in trebendorf zu bleiben.

 

Frank N.       

18-01-2008

Hey Wolfgang,von mir aus können sie die Mill. geben aber ich möcht vernünftig gegen die Belastungen des Tagebau geschützt werden.
Und dieses kann man nicht mit der in der LR genannten Summe.
Die ja durch die Haushalte geteilt werden muss und man auf ca.10000-13000 EUR beläuft.
Es sind ja nicht nur die Fenster zuwechseln,wer bezahlt denn die anschliesenden Renovierung?

Tschüss

 

Karin & Frank H.       

18-01-2008

Hallo Wolfgang,
wir alle wissen, dass es für die Leute die von der Umsiedlung betroffen sind, sicherlich schwer ist, sein gesamtes Haus, Grundstück und die Heimat aufzugeben. Die Mehrzahl der von der Umsiedlung betroffenen Bürger verlieren aber nicht die Heimat, da diese ja im Ort Trebendorf bleiben möchten. Auch wir möchten hier nicht weg, denn dazu hat man viel zu viel allein an dem Haus und Grundstück gemacht und weiß, wie man es schätzen sollte.

Wenn man sich einmal auf den Internetseiten von Horno und Haidemühl umschaut, kann dann jeder verstehen, was dort auf die Leute, welche von der Umsiedlung betroffen sind, dann zukommt.
Im Moment sieht man es noch nicht, wie es dann sein wird, wenn die neuen Häuser stehen und die verlassenen Häuser als Ruinen bleiben.
In Trebendorf wird von Seitens der Gemeinde immer alles mit Horno und Haidemühl verglichen. Aber wie wir auch alle wissen, wird bei uns in Trebendorf eine Teilortumsiedlung vorgenommen.
Durch diese bleiben viele der Häuser stehen und es wird auf uns eine große Belastung zukommen. Vielleicht kannst du auch mal unsere Seite verstehen, denn wir können uns von den 10000 € die dann für uns zur Verfügung stehen sollen, keine kompletten schallschutzdichten Fenster und eine Erneuerung der Hausfassade leisten, denn dazu reicht es leider nicht.
Dies sollte das Mindeste sein,dass man somit die Lebensqualität für die Bewohner die dann verloren geht, so einigermaßen erträglich machen kann.
Besser wäre es gewesen, wenn man den gesamten weggebaggert hätte. Aber wie immer haben sich die Leute die zu der Teilortumsiedlung zugestimmt haben, sich sicherlich etwas dabei gedacht.
Schau doch mal auf Nochten zurück, dort haben die Bewohner Entschädigungsleistungen erhalten, mit den man auch etwas anfangen konnte.

Hier geht es nicht um Neid, sondern, sondern um den großen Begriff "Ehrlichkeit". Wenn man den Einwohnern nicht so viel vorenthalten hätte und gleich mit offenen Karten gespielt hätte, wäre es so nicht passiert, wie es im Moment ist. Es sollte ja auch seid der letzten Versammlung der Umsiedler ein Geheimniss sein, dass die Randbetroffenen dann ein Entschädigung in Höhe von 10000 € erhalten sollen. Findest du das in Ordnung? Denn wir erhielten noch am gleichen Abend einen Anruf von jemanden,der uns dies mitteilte.
Warum hat man nicht gleich am Anfang mit den gesamten Einwohnern von Trebendorf die Versammlungen geführt.Nein, da musste man mit den Umsiedlern seperate Verhandungen führen,damit ja die anderen nichts erfahren.
Als man damals Einsicht in die Entwürfe der Forderungskataloge nehmen wollte, hat man den Leuten nicht alles gezeigt.
Als man uns diese dann übergab,staunte ich nicht schlecht,was dort alles verhandeln werden soll und mit dem Grundlagenvertrag zum Abschluss gebracht werden soll.Wenn die entsprechenden Gremien keine geheimnisse uns allen gegenüber gehabt hätten, dann hätte man den Leuten auf sachlicher Art und Weise erklären können, was denn in den Forderungskatalogen drin steht.
Das Vertrauen, welches man in das Gremium setzte, ist nun definitiv vorbei.Dieses Gremium ist von uns Bürgern gewählt und sollte somit auch die Interessen von den Bürgern vertreten.
Doch mit Ehrlichkeit kommt man in dieser Gemeinde nicht an sein Ziel.

Übrigens,laut dem Artikel der LR vom 11.01.2008 stand es nun einmal so da, dass die Vereine ein Betrag von 2 Mill erhalten sollen.Es ist hier auch nicht relevant, ob die Vereine
2 Mill bekommen sollen oder weniger.Warum bekommen die Vereine von dem Geld, was Vatenfall eigentlich für die Leute die mit Ihren Häusern stehen bleiben müssen, etwas ab.
Wer einen Verein gründet, kann sich nicht von dem Geld der Gemeinde finanzieren, sondern muss mit seinem Geld,welches er einnimmt,haushalten.
Sollte es zum Grunlagenvertrag kommen, kannst du dich sicherlich daran erfreuen, denn für die Umsiedler ist alles geklärt und wird auch reibungslos über die Bühne gehen.
Aber der Rest, der weiterhin an seinem Häuschen viel gemacht hat, muss seinen Kredit an die Bank weiterzahlen und wenn er Pech hat, muss er später einen neuen Kredit aufnehmen um sein Häuschen zu erneuern. Schau dich mal um, wer es sich denn noch leisten kann einen Kresit neu aufzunehmen. Ich denke mal, dass dies nicht so in Ordnung ist.
Aber ich bleibe optimistisch und denke, dass man viel am Freitag, den 18.01.08 um 18.00 Uhr in der Einwohnerversammlung auf den Punkt bringen kann.

 

jkr (admin)       

18-01-2008

Liebe Trebendorfer!

Ihr alle seid Opfer einer vielleicht nicht gewollten, aber doch absehbaren Entwicklung geworden.
Diese Grabenkämpfe untereinander helfen Euch leider nicht.
Es darf nicht sein, dass sich Umsiedler und Randbetroffene gegenseitig schwächen.

Wenn die Randbetroffenen nicht zufrieden sind, dann muss das der Gemeinde und auch Vattenfall kundgetan werden. Und die Umsiedler müssen das unterstützen.
Schließlich werdet ihr alle wieder Nachbarn sein.

Vielleicht versteht ihr jetzt, warum uns in Rohne und Mulkwitz der Anwalt so wichtig ist. Neben seinen eigentlichen Aufgaben kann solch ein "Helfer von außen" auch Vertrauens- und Integrationsperson sein.
Da Euer Diskussionsbedarf anscheinend noch groß ist, werden wir versuchen, Euch eine technische Plattform anzubieten, z.B. ein Forum. Ein wenig Geduld wird aber nötig sein.