Dokumentation einer Diskussion

In den Jahren 2008 und 2009 fand in unserem Gästebuch eine lebhafte Diskussion statt, wobei viele Aspekte rund um Bergbau und Umsiedlung diskutiert wurden.

Tilo N.       

19-01-2008

Liebe Leserinnen und Leser

Als erstes möchte ich auch mal betonen das diese Seite, für eine private, wirklich gut aufgebaut ist.

Aber nun zum Thema: Ich war bis vor einer halben Stunde bei der Einwohnerversammlung gewesen.

Diese galt als Informationsveranstaltung für die Bürger über die vorläufigen Verhandlungsergebnisse mit Vattenfall.
Als ein Mitglied des Gemeinderates Trebendorf macht es mich zutiefst traurig, daß die Leute die sich hier über unsere angeblich schlechte Arbeit beschweren, sich entweder gar nicht zu Wort melden, oder aber schlecht informiert sind und sich auf die stille Post verlassen. Diese stille Post ist aber ein Kinderspiel und sollte bei diesen wichtigen Angelegenheiten nichts zu suchen haben.
Als ebenfalls Randbetroffener kann ich hier nur betonen, daß ich mich weit von diesen zwei Meinungen distanziere, und es in Trebendorf keinen Streit zwischen Umsiedlern und Randbetroffenen gibt. Für den Neid einiger Leute und Ihre privaten Forderungen kann man nichts.
Im übrigen steht es ja jedem frei, selbst mit Vattenfall zu verhandeln.

Mit freundlichen Grüßen
Tilo

 

Karin       

20-01-2008

Hallo Tilo,
eines möchte ich noch einmal betonen,es geht hier nicht um NEID, sondern um EHRLICHKEIT UND VERTRAUEN, welches wir in den Gemeinderat gesetzt hatten.
Da du ja im Gemeinderat tätig bist und auch Randbetroffener bist, könntest du es vielleicht mal ermöglichen und dich dafür einsetzen, dass es für die Leute die nicht als Umsiedler in Frage kommen, eine Versammlug eingeräumt wird, wo auch wir alle uns mal zu Wort melden und unsere Ängste und Forderungen darlegen können. Wenn wir von Gerechtigkeit sprechen, dann sollte dies nun endlich einmal passieren. Habt ihr euch einmal Gedanken darüber gemacht,was die Sozialschwachen, wie zum Beispiel die älteren und behinderten Menschen in unserer Gemeinde machen sollen, die sich nicht so wehren können.
Wie du sicherlich weißt, sind wir die Bürger der Gemeinde Trebendorf, welche neben der Kindertagesstätte in Trebendorf wohnen und wir einen 19 Jahre alten behinderten Sohn haben. Für Marcel, so heißt mein Sohn haben wir im vergangenen Jahr einen Wohnraum in unserem Haus geschaffen, indem er sich wohlfühlt und bis an sein Lebensende dort verbringen kann.
Auf der Einwohnerversammlung wurde es nun deutlich gemacht, dass der Kindergarten an einem anderen Standort neu gebaut werden soll. Dies kann ich nur befürworten dass ihr euch dort so intensiv eingesetzt habt. Keiner bewertet die Arbeit, die ihr dort macht, als schlecht. Doch ich möchte dir sagen, wenn man als Bürger erfährt,dass so viel vorgefallen ist, was die Bürger nie erfahren sollten oder es nie nach außen gedrungen ist,weiß ich nicht mehr, wie man das mit EHRLICHKEIT beantworten soll. Wäre es nicht auch mal ratsam gewesen, von euch aus zu sagen, wenn wir um eine neue Errichtung der Kita als Gemeinderat kämpfen, warum sprechen wir dann nicht mal ehrlich mit der Familie die daneben wohnt. Ihr habt es auch gewusst, dass der Kindergarten genau in der Emmissionsschutzlinie liegt und wir somit auch voll davon betroffen sind. Wir mit unserem Sohn haben somit nicht die Möglichkeit sich gegen den herannähernden Tagebau zu wehren.
Wie du schreibst, bleibt es ja jeden selbst überlassen, mit Vattenfall die Verhandlungen aufzunehmen.Dann frage ich dich jetzt, wie soll ein sozialschwacher Mensch mit so einem starken Partner verhandeln können. Wir sprechen hier nicht von privaten Forderungen die man stellt, sondern Forderungen, die dann unsere Lebensqualität so einigermaßen erträglich machen sollen.
Wir waren es schließlich auch, die sich mit der ganzen Situation auseinander gesetzt haben und in den Schreiben an den Bearbeiter Bergbau und Gemeinderäte die Forderungen für die Verbesserung der Lebesqualität,darzulegen.
Wir sind es doch alle, die dann mit der Lärm und Staubbelastung leben müssen. Mir geht es hier nicht um den Neid, nein mir geht es um die Gesundheit und dessen Lebensqualität meines Sohnes. Ist es denn von uns Bürgern so schlimm, dass wir nur einfach die Wahrheit und nichts als die Wahrheit hören wollen. Ich finde es sehr lobenswert, wenn du von wichtigen Angelegenheiten sprichst. Es geht hier auch nicht um ein Kinderspiel, sondern um unsere Zukunft und vorallem um die LEBENSQUALITÄT. Unser Ziel ist es, noch bevor der Tagebau vor der Tür steht, mit schallschutzdichten Fenstern , Türen versehen zu werden und später unsere verschmutzten Dächer und Hausfassaden säubern und streichen zu können. Warum sagt ihr uns denn da nicht konkret, wie diese Entschädigungen aussehen werden. Wie ist es denn mit dir?????
Hast du denn keine Forderungen oder ist bei dir schon alles geklärt!!!!!!!!!!
Weißt du, was ich sehr schlimm finde, dass man den betroffen Leuten keine Gelegenheit einräumt,sich zu aüßern, was ihnen denn am Herzen liegt.
Wir alle sollen nach der Umsiedlung wieder ein Dorf sein, somit sollten wir nun langsam mal anfangen nicht gegeneinander zu pauern, sondern Schritte auf den anderen zuzumachen.

Tschüss Karin


Frank N.       

22-01-2008

Tolle Versammlung wo Einwohner, die nur darauf Hingewiesen daß man den Tagebau auch schon in Kaupe hört durch anonymen Reinrufen "Ob er Draußen schläft" lächerlich macht.
Was will man damit bezwecken? Vielleicht traut sich dann keiner mehr etwas zusagen?
Und wenn daß auch noch von einem ....
kommt, dann ist daß ganz Großes Kino.

 

Karin & Frank H       

08-02-2008

Hallo,
es ist wirklich nicht zu glauben, welche verletzbaren Methoden in der Gemeinde Trebendorf angewandt werden um Bürger die eigentlich nur um ihr eigenes Recht kämpfen wollen und sich trauen ihre Meinung offen zu äußern in einer Art und Weise niedergemacht werden, ist einfach nur traurig! Wir mussten hier schon einiges über uns ergehen lassen, daher habe ich mich jetzt dazu entschlossen, die ganzen Erlebnisse in einem Buch zusammen zu fassen und bald zu veröffentlichen.

 

Maik       

09-02-2008

hallo Karin und Frank. Von meiner Seite aus kann ich euch zwein nur ans Herz legen, macht weiter so und lasst euch nicht unterkriegen. Euer Artikel in der Sächsischen Zeitung war echt gut und lässt auf alles hier schließen.

 

Micha       

11-02-2008

ich finde es traurig wie unsachlich hier diskutiert wird und noch trauriger ist, dass man sich nur gegenseitig an die kehle will.
das schlimme an der sache ist, dass sich alle ergeben. hätte man nicht schon im fall hinterberg oder noch früher mit der ganzen region zusammenarbeiten müssen, um das abbaggern zu verhindern? wieviel natur geht denn durch den tagebau drauf? und zu guter letzt noch die heimat von so vielen. ich finde es unglaublich, dass niemand es schafft diesen übermächtigen konzern zu stoppen - zumindest da wo es wirklich notwendig ist.
schaut euch den tiergarten mal an... es ist wirklich traurig dass das möglich ist.
aber meckert nur ruhig weiter gegenseitig auf euch ein!

 

Karin       

01-03-2008

Ich stelle mir als Bürgerin der Gemeinde Trebendorf nun langsam die Frage, " Wie weit darf ein Bürgermeister einen Bürger beleidigen und herabwürdigen.Wie ich in dem Diskussionsforum geschrieben hatte, übergab man mir den Forderungskatalog Teil I,II und III.
In einer Gemeinderatssitzung forderte der Bürgermeister der Gemeinde Trebendorf, den Gemeinderat auf, dass sich der jenige outet, der mir die Forderungskataloge übergeben hat, ansonsten würde er von mir einen Offenbarungseid verlangen.Das entsprechende Gemeinderatsmitglied meldete sich darauf, um diesen Offenbarungseid abzuwenden. Als ich das erfuhr, wollte ich auf Nummer sicher gehen und machte eine Dienstaufsichtsbeschwerde beim zuständigen Kommunalamt. Diese teilten mir mit, dass der Bürgermeister das Wort "Offenbarungseid " energisch zurück weisst und teilte mit, dass er allenfalls von mir eine eidesstattliche Erklärung abverlangen wollte.Eine Aufforderung zur Entschuldigung wird ignoriert.
Hier wäre es doch nun endlich mal angebracht, dass der Gemeinderat dem Bürgermeister den Artikel 5 des Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland erläutert.
In diesem steht es schwarz auf weiß:Jeder hat das Recht,seine Meinung in Wort, Schrift und Bild frei zu äußern und zu verbreiten und sich aus allgemein zugänglichen Quellen ungehindert zu unterrichten. Die Pressefreiheit und die Freiheit der Berichterstattung durch Rundfunk und Film werden gewährleistet. Eine Zensur findet nicht statt.
Ich finde es sehr traurig, dass man in einer öffentlichen Versammlung beleidigt und herabgewürdigt wird, ohne dass man mir eine Chance einräumt, dazu Stellung zu nehmen, dies geht einfach unter die Gürtellinie.
Es zeigt sich doch wieder einmal, dass wer Kritik anbringt, ob zu Recht oder nicht, vom Bürgermeister öffentlich abgewatscht und beleidigt wird.Man spricht hier immer davon, dass sich die Bürger einbringen sollen und Ihre Meinungen kundtun sollen, aber wenn man es mit solchen Methoden versucht, Bürger mundtot zu stellen, finde ich es einfach geschmacklos.