Dokumentation einer Diskussion

In den Jahren 2008 und 2009 fand in unserem Gästebuch eine lebhafte Diskussion statt, wobei viele Aspekte rund um Bergbau und Umsiedlung diskutiert wurden.

ex-trebendorferin       

16-03-2008

Ich bin durch Zufall auf eure Seite gestoßen und muss sagen, was ihr da so erzählt, jagt einem eine Gänsehaut über den Rücken. Das ist wahres Kino.
Was ist das für ein BÜRGERMEISTER, der es nicht einmal schafft, sich für die Mitmenschen einzusetzen und dabei noch beleidigent zu den Betroffenen ist?
Kann mal jemand diesem Herrn sagen, dass wir in einer Demokratie leben? Freie Meinungsäußerung wäre hierbei das Stichwort.

An alle Randbetroffenen!!! Kämpft weiter - ich steh auf eurer Seite. Lasst euch nicht mit billigen Spesen und schönen Worten abservieren!!!
RESPEKT an alle starken Einwohner in Trebendorf, die sich nicht so einfach unterkriegen lassen!

 

umsiedler       

17-03-2008

hallo, ex-trebendorferin, bitte glaube nicht alles was hier auf dieser Seite steht und von irgendwelchen neidern und besser wissern geschrieben wird, ich bin selber betroffen von der umsiedlung und bin froh das wir so einen bürgermeister haben der echt viel für uns und die gemeinde macht, schau dir schleife an dort läuft garnichts, unsere gemeinde kann stolz auf unseren bürgermeister sein, ich bin es, für mich sind diese diskusion hier im netz einfach lächerlich

 

ex-trebendorferin       

18-03-2008

Hej Umsiedler.
Du meinst also, die Leute hier dramatisieren die Situation? Also ich weiß nicht. Wenn ich wüsste, das mein Haus nur 500 Meter von einem riesigen Tagebauloch entfernt steht, wie es mir dabei gehen würde. Ich würde mit großer Wahrscheinlichzkeit auf die Unterstützung der Gemeinde hoffen. Aber so, wie es sich hier anhört, sind viele Leute (RANDBETROFFENE) der Meinung, keine Rückendeckung zu bekommen.
Meine Frage lautet: Gibt es denn nun eine Lösung für alle die, die im Ort bleiben müssen, wenn Vattenfall vor der Haustür steht? Endlose Gemeinderatsitzungen und schwafelige Diskussionen helfen hier nicht weiter. Es müssen endlich Taten folgen!!!!
Wenn der Bürgermeister wirklich so toll ist, warum muss man dann in diesem Ort aufpassen, was man sagt? Ich weiß, wie das Spiel hier läuft. Ich habe viele Jahre hier gelebt und diese gehörten leider nicht zu den Besten. Nach dem Prinzip: Hast du einmal was gegen den Oberhäuptling gesagt, hast du gleich großes Getratsche und damit das halbe Dorf gegen dich. Das baut auf.
Also lieber den Mund halten und immer schön duckmäusen, dann passiert mir nichts? Nein danke!!!
Das in Schleife "gar nichts läuft" scheint mir nicht ganz der Wahrheit zu entsprechen. Denn alle Leute, die sich hier beschweren, scheinen Trebendorfer zu sein. Was sagt dir das???

 

randbewohner       

22-06-2008

ich geb dir da recht!
hat einer schon mal darüber nachgedacht, das der bürgermeister auch betroffenist von der umsiedlung, und dadurch sich so einsetzt für die umsiedler....wär er einer von denen, die ihr haus behalten...vielleicht wäre dann der einsatz für diese leute ganz anders?....ein schelm, der da schlechtes denkt.

 

umsiedler       

19-03-2008

hallo ex-trebendorferin,

es stimmt nicht das die gemeinde für die randbetroffen nichts macht und nur diskussionen gibt, es gibt z.b. eine finanzielle entschädigung es wir das gemeindezentrum neu gestalltet der badestrand, radwege etc. das ist nicht nur für die umsiedler. und das sind schon sehr positive taten und das er tagebau kommt wissen alle betroffenen nicht erst seit gestern. seit über zwei jahren gibt es beratungen ein bürgerbüro info unterlagen und vieles mehr wo sich jeder schlau machen kann aber nein da wird jetzt angefangen, und das getratsche im dorf ist normal du kannst egal was machen oder sagen getratscht wird immer halt dorf. und diese seite nur zur info ist einschliesslich nur für trebendorfer. und die einschreiber hier sind doch immer die gleichen jahrelang nie was gehört oder gesehen im dorf und jetzt grosse sprüche geht halt ums geld. schöne ostern

 


Maik       

25-03-2008

Hallo Umsiedler!
Du scheinst wohl einer zu sein, der alles genau weiß und auch über die Entschädigungen für die Randbetroffenen genaueres weiß. Was interessiert denn den Randbetroffenen das neue Gemeindezentrum?
Diese Leute wollen nur,das Ihre Lebensqualität erhalten bleibt und angemessene Entschädigungen für die Beeinträchtigungen durch den Tagebau gezahlt werden.

 

auch umsiedler       

25-03-2008

Hallo Umsiedler,
respekt vor deinen objektiven Artikel.
Schimpfen können alle, mann muss sich einmal genau mit der ganzen Geschichte befassen. Dann erkennt man das wirklich viel von Vattenfall abgerungen wurde, was es bisher so noch nicht gegeben hat.
Beachtet bitte auch das viele der Umsiedler weiterhin in Trebendorf wohnen bleiben, auch und deswegen weil Trebendorf ein lebenswertes Dorf ist und noch lebenswerter werden wird.
Zur Ex Trebendorferin kann mann bloß sagen das Sie das Leben in einen Dorf wahrscheinlich noch nicht begriffen hat, denn man kann nicht immer nur nehmen sondern muss auch einmal was geben.

 

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25-03-2008

Hallo, "auch Umsiedler"!

wir wollen hier zwar so so wenig wie möglich eingreifen. Aber als ebenfalls Betroffener muss ich mich kurz äußern:

".....Dann erkennt man das wirklich viel von Vattenfall abgerungen wurde, was es bisher so noch nicht gegeben hat....."
Das ist zutreffend - aber nur für Gemeinde/Randbetroffene.

Für die Randbetroffenen wird es zwar einen finanzielle Entschädigung geben - das ist gut. Allerdings wird die Höhe kein Ausgleich für das Ausmaß der Beeinträchtigungen sein.
Die Gemeinde(n) fahren beide ganz gut. Vattenfall ist sehr großzügig, Kindergarten und Vereinshaus hier, Schule dort. Der Grund für diese Großzügigkeit sollte sich jedem, der sich mal 5 Minuten zum Nachdenken nimmt, erschließen.
Und dann setz' mal diese Wohltaten ins Verhältnis zum für Vattenfall erzielbaren Gewinn in den nächsten 30 Jahren...

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Was allerdings die Umsiedler betrifft, muss ich Dir entschieden widersprechen.

Vergleicht man die grundsätzlichen Regelungen zur Entschädigung aus Haidemühl, Horno und Trebendorf miteinander, so muss man erlicherweise zugeben, dass sich Trebendorf eher an Haidemühl orientiert. Die Regelungen aus Horno gingen darüber um Einiges hinaus, gerade was die unabhängige persönliche Begleitung der Umsiedler durch den gesamten Prozess angeht.Ihr  Trebendorfer werdet zwischen Gemeinde, Planern, VEM und Bauberater hin- und hergereicht, aber einen Ansprechpartner, der nur für Euch da ist, den habt ihr nicht.

Und das bringt mich zu meiner [rein persönlichen] Kritik an Eurem Bürgermeister:
-Erst am Lautesten von allen nach einem Unabhängigen Anwalt schreien [Siehe LR vom 23.12.2003], dann umfallen und ohne Anwalt verhandeln.
-Selbst in Rekordzeit mit VE-M verhandeln, dann aber öffentlich erklären, dass man davon profitieren will, falls Schleife mehr erreicht als Trebendorf.

Gemeinsam das Beste für Alle erreichen sieht für mich anders aus.

 

umsiedler       

26-03-2008

hallo jkr,

es stimmt nicht das wir keinen ansprechpartner haben, da hast du dich leider falsch informiert, die reglung so wie sie ist ist ganz ok, und nach persönlichen gesprächen mit leuten aus haidemühl und anderen umsiedlern ist es am besten erstmal auch privat ohne anwalt, der gewinner egal wie es ausgeht ist immer der anwalt, und die randbetroffenen sind natürlich mitbetroffen aber wir müssen unser heim aufgeben und leben auch weiterhin in trebendorf (also auch mit dem tagebau). ich bin stolz auf das was die gemeinde bis jetzt geschaft hat. p.s. der bürgermeister ist nur der "sprecher der gemeinde" es gibt viele mitstreiter aus trebendorf die ihre meinung ordentlich und sachlich mit zur sprache bringen und viele stunden gemeinsam beraten über das beste von trebendorf und ihren einwohnern.

 

sternschnuppe       

27-03-2008

Sind es nicht die, die am Anfang in Trebendorf um einen unabhängigen Anwalt geschrien haben und die Leute verunsichert haben,diejenigen die jetzt in den Verhandlungsgruppen sitzen und so tun als wäre vorher nichts gewesen. Was mich hier einfach sauer macht, dass man in Trebendorf immer alles so darstellt, als würde man nie einen Anwalt benötigen. Sprechen wir doch mal von der neu gebauten Feuerwehr. Was lief denn dort nicht richtig. Erst werden die Firmen im Amtsblatt ausgeschrieben, dann lässt man alles zurückbauen, da man eine billigere Firma gefunden hat und nun läuft alles schleppend und zum Schluss muss sich ein Anwalt mit dieser Angelegenheit befassen. Und wer bezahlt das ganze? Den Egoismus hier in Trebendorf kann man sich einfach nicht mehr anhören.. Man will immer nur besser als der andere sein und zum Schluß noch von den anderen provitieren. Wir alle sind vom Tagebau betroffen, ob Schleife, Trebendorf,Rohne Mühlrose usw. Wir alle gehören an einem Tisch und müssen uns einig sein. Aber so läuft es nun mal nicht.

 

Kira-um.       

07-04-2008

Wenn man sich den Artikel der Lausitzer Rundschau vom 04.04.08 mal genauer durchliest, könnte man beinahe denken, dass sich der Bearbeiter Bergbau, Herr Zech der Gemeinde Trebendorf freisprechen möchte und sein Ansehen wahren möchte.

Zählt es hier nicht schon zur BEFANGENHEIT, wenn im Teil 3 Anforderungsprofil zum Kommunalen Handlungskonzept im Punkt 1.2 Bergbaubedingter Mehraufwand für Personal-, Sachkosten und Aufwandsentschädigungen, die Forderungen
- Absicherung der Personal-, Personalneben-und Sachkosten bezogen auf den bergbaubedingten Mehraufwand bis zum Abschluss der Umsiedlungen einschließlich Aufstockungsmaßnahmen für Bearbeiter und Koordinatorin Bergbau zu Spitzenzeiten
- Absicherung des bergbaubedingten Mehraufwandes bei den Aufwandsentschädigungen etc. für Gemeinde-, Ortschafts- und Bergbaubeiräte
deutlich gemacht werden.

Im übrigen ist die Zwischenstation Gemeinde relativ zu sehen, da das Geld von Vattenfall von dieser nur an den Bearbeiter Bergbau weitergeleitet wird.