Geschichte des Ortes Rohne/Rowno

Der Ort Rohne liegt südwestlich von Schleife und ist ein zweisprachiges Dorf (deutsch/sorbisch).

Der Ortsname leitet sich von ravinu = flach, eben ab. Der Ort liegt also in der Ebene oder die Gehöfte liegen in gerader Richtung.

Rohne wurde 1597 erstmalig urkundlich in einem Kaufvertrag erwähnt, in dem es als Rahn bezeichnet wird. Im Jahr 1759 erscheint es als Rohna und 1768 als Royhne. Der sorbische Name Rowno entstand 1843, daraus wurde später der deutsche Name Rohne.

Die Ur-Rohner waren Fischer, da es hier nachweislich sehr viele Teichgebiete gab. Im Laufe der Zeit wurden aus den Fischern Halbbauern, die versuchten, den kargen Boden der Gegend landwirtschaftlich zu nutzen. Dies gelang aber nur unter großen Mühen und so entstanden zur Verbesserung der Lebensumstände z.B. Köhlereien, Pechöfen und Waldzeidlereien.

Das Leben der Rohner spielte sich in Großfamilien mit bis zu 4 Generationen in einem Haus ab. Man arbeitete miteinander, teilte Freud und Leid und bewahrte das sorbische Brauchtum vor dem Vergessen. Trotz allen Anstrengungen blieben die Rohner Einwohner bis in das 20. Jahrhundert hinein ein bescheidenes und armes Völkchen.

Im Oktober 1995 wurde Rohne Teil der Verwaltungsgemeinschaft Schleife und ist seit Anfang 2000 Ortsteil der Gemeinde Schleife.

Geschichte des Ortes Mulkwitz/Mulkecy

Der Ort Mulkwitz liegt an der Struga zwischen Rohne und Neustadt / Spree.

Der sorbische Ortsname mulkecy leitet sich von mulk -was Mäulchen oder Dickbacke bedeutet- ab. Man sagt auch, dass Mulkwitz nach dem Namen des Geschlechts „mulk“ benannt wurde.

Der Ort wurde erstmalig 1597 urkundlich in einem Kaufvertrag als „Das Dorf Mulkwitz mit seinen Zubehör" erwähnt. Im Jahr 1759 wurde Mulkwitz kurzzeitig in Malkwitz und um 1831 für kurze Zeit in Mulkeze umbenannt.

Die ersten Mulkwitzer lebten hauptsächlich von der Landwirtschaft und nutzten die umliegenden Sümpfe und Moorwiesen für ihre Zwecke. Eine Dorfschule wurde 1893 erbaut und bis 1972 betrieben.

Die Mulkwitzer leben bis heute von und mit der Braunkohle, die ihre Vor- und Nachteile für das Dorf hat. Bis Ende der 80er Jahre lag Mulkwitz an der Tagebaukante, die bis heute das Landschaftsbild prägt. Man arbeitete zu DDR-Zeiten hauptsächlich im Tagebau oder in der Spielzeugherstellung, die im Ort angesiedelt war. Das Dorf Mulkwitz ist heute Ortsteil der Gemeinde Schleife.