Die Sühnekreuze von Schleife

Sühnekreuze Schleife

 

Die Schleifer Sühnekreuze befinden sich an der Südwand der Kirche von Schleife. Man erzählt sich von diesen Steinkreuzen aus Granit viele Geschichten und Sagen.

 

Am Weg von Rohne nach Schleife stehen zwei Steinkreuze auf einem Feld. Den dritten Stein hat ein starker Mann nach Mulkwitz getragen, wo er über einem Graben liegt. Man erzählt sich, dass drei Generäle im Krieg gefallen sind, wahrscheinlich wurden sie erschossen. Sie sollen dort begraben sein, wo man ihnen die Steinkreuze als Andenken setzte. Auf einem der Steinkreuze befand sich früher eine Inschrift aus lateinischen Buchstaben. Leider wurden die Steinkreuze im Laufe der Zeit versetzt, deshalb ist der ursprüngliche Ort nicht mehr bekannt.

 

Als die Großeltern der Familie Horn nachts zwischen 11 und 12 Uhr eine Kuh nach Schleife trieben, trafen sie in der Nähe der Steinkreuze, etwa 150 Schritt vom Weg zwischen Mühlrose und Schleife entfernt, eine große menschenähnliche Gestalt, etwa 10 Fuß hoch. Diese Gestalt hatte einen Sack über der Schulter hängen und schob den vorderen Teil des Sackes nach hinten den Rücken hinunter. Es sah so aus, als würde sie etwas von einen Ende ins andere schütten. Vor Schreck blieb die Kuh stehen und die Großeltern mussten sie mit Gewalt an der Gestalt vorbei treiben, dabei sahen sie sich nicht nach der Gestalt um.

 

Man weiß, dass in einem Steinkreuz ein Spieß mit der Spitze nach oben eingearbeitet war. Dieses Kreuz ist unter den Armen am Schaft abgebrochen und stand früher in der Nähe des Bahnhofes auf einem Acker. Bei dem anderen Steinkreuz ist der westliche Arm abgebrochen.