Bedeutung und Chancen der Energiewende für unsere Region

Am 20. April 2013 fand in Trebendorf die Auftaktveranstaltung der Vortragsreihe 'Die Lausitz gestaltet ihre Zukunft ' statt.

Die knapp 100 Zuhörer erlebten einen spannenden Vormittag. Prof. Hirschhausen legte dar, dass die Braunkohleverstromung zwangsläufig auslaufen wird, „wenn man die Energiewende ernst nimmt“. Der weitere Zubau von Wind-, Solar- und Biogasanlagen werde die Kohlekraftwerke überflüssig machen. Weiterhin legte Prof. Hirschhausen dar, dass die Braunkohle mitnichten subventionsfrei ist, wie immer wieder behauptet wird.

 

Als zweiten Gast konnte man Dipl.-Ing. Hans-Jürgen Schlegel von der „Vereinigung zur Förderung der Nutzung Erneuerbarer Energien Sachsen“ (VEE) begrüßen. Neben Informationen über die Entwicklung der Energieerzeugung in Sachsen informierte Herr Schlegel ausführlich über das größte Problem für die Energiewende in Sachsen – die sächsische Landesregierung. Die Ziele für die Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Quellen in der Energie- und Klimastrategie des Landes seien lächerlich gering und weltfremd. Die Landesregierung prognostiziert einen EE-Anteil von 28% im Jahre 2020. Dieser Wert lag 2011 bereits knapp unter 18%, der VEE rechnet  für 2020 mit deutlich über 40%.

Sachsen torpediere die bundesweit beschlossene Energiewende regelrecht. Dieses Aussage deckt sich mit den –teilweise fast obskuren- Äußerungen des sächsischen Ministerpräsidenten Tillich, der bei jeder sich bietenden Gelegenheit für die sächsische Braunkohle warb.

In der Diskussion kam die Sprache auch auf das Gutachten von Prof. Erdmann zum energiepolitischen Notwendigkeit der Erweiterung des Tagebau Welzow (Erdmann ist mit einem ähnlichen Gutachten zur Erweiterung des Tagebau Nochten beauftragt). Prof. Hirschhausen legte dar, dass Prof. Erdmann sämtliche Einflüsse von außen ausblende, um die Erweiterung der Tagebau rechtfertigen zu können. Weder die Energiewende, noch von der Bundesregierung beschlossene Ziele zur CO2-Reduktion, spiegelten sich in der Studie von Prof. Erdmann wieder.