Neues Kupferbergbau

Zwischen Spremberg (Brandenburg) und Weißwasser (Sachsen) befindet sich in über 1000m Tiefe ein Kupfervorkommen. Nachdem zu DDR-Zeiten eine begonnene Erschließung abgebrochen wurde, gewannen im Jahr 2007 eine polnische (um Weißwasser) und eine panamesiche (um Spremberg) Firma eine Ausschreibung zur Erkundung dieses Vorkommens.

Lausitzer Rundschau, 16.02.2009

Start für Lausitzer Kupfererkundung verschoben

Spremberg - Der für Februar vorgesehene Beginn von Erkundungen des Lausitzer Kupfervorkommens wird nach Angaben des Investors wegen der weltweiten Finanzkrise um mehrere Monate verschoben.

Das betreffe auch die geplanten Probebohrungen im Raum Spremberg (Spree-Neiße), sagte der Sprecher der KSL Kupferschiefer Lausitz GmbH, Andreas Leisdon, am Montag.

Das Projekt des panamesischen Investors Minera S.A. in der brandenburgisch-sächsischen Grenzregion müsse wegen des stark gefallenen Kupferpreises auf solide wirtschaftliche Füße gestellt werden. Der Preis für das Edelmetall sei 2008 auf fast ein Drittel gefallen. „Wir haben das Projekt eines Kupferbergbwerkes in der Lausitz bereits auf der Basis von niedrigen Marktpreisen berechnet“, sagte Leisdon. Dennoch müssten die Planungen nun der neuen Entwicklung angepasst werden.

Das Bergwerk sollte ursprünglich von 2011 bis 2014 errichtet werden, für 2015 war der Produktionsbeginn vorgesehen. Nun verschiebe sich der gesamte Zeitplan. In der schon seit DDR-Zeiten bekannten Lagerstätte Spremberg-Graustein werden 130 Millionen Tonnen Kupfererz vermutet. Daraus sollen durch die Verhüttung in Hamburg etwa 1,5 Millionen Tonnen reines Kupfer gewonnen werden.