Neues Abbaugebiet 2

Vattenfall hat die Erweiterung des Tagebau Nochten beantragt. Das Planverfahren dazu läuft.

Lausitzer Rundschau, 03.03.2010

Rohner sehen sorbische Kultur in Gefahr

Rohne -  Der Ortschaftsrat Rohne lehnt eine weitere Ausdehnung des Tagebaus Nochten bekanntlich konsequent ab und weist deshalb jetzt auch den Entwurf zur Fortschreibung des Braunkohlenplanes von 1994 für den Tagebau Nochten zurück. Darauf hat sich das Gremium in seiner jüngsten Sitzung verständigt, so Ortschaftsratsvorsitzender Jörg Funda gegenüber der RUNDSCHAU

Rohne gehört zu jenen Dörfern, die bei der Inanspruchnahme des so genannten Vorranggebietes durch Vattenfall abgebaggert werden würden. Insgesamt wären 1550 Menschen in den Gemeinden Schleife und Trebendorf betroffen. Rohne will das nicht.

Denn: „Durch den bestätigten 1994er-Plan werden den Bürgerinnen und Bürgern bereits erhebliche Belastungen zugemutet.“ Der Eingriff sei, so Funda, eine dauerhafte und nicht wieder kompensierbare Belastung, deren Folgen nicht abgeschätzt werden könnten. Die Rohner, die sich umfassend mit den Planungsunterlagen auseinandergesetzt haben, vermissen darin konkrete Aussagen über die Auswirkungen auf die Menschen und sehen im Verhältnis dazu die positiven Aspekte für den Bergbautreibenden zu stark gewichtet.

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Lausitzer Rundschau, 17.12.2009

Schleife und Trebendorf in Sorge

Braunkohlenausschuss und Verbandsversammlung des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien (RPV) haben gestern den geänderten Vorentwurf für die Fortschreibung des Braunkohlenplanes für den Tagebau Nochten angenommen. Das bedeutet, dass es nicht mehr nur um eine Teil-, sondern jetzt um eine Gesamtfortschreibung des Planes von 1994 geht. Damit könnte sich, so RPV-Geschäftsführer Dr. Peter Heinrich, der Tag X, an dem klar ist, ob Vattenfall das Vorranggebiet abbauen darf oder nicht, verschieben.

Mit einem geschätzten Blutdruck von 200 sind Trebendorfs Bürgermeister Peter Mäkelburg und Schleifes Gemeindechef Reinhard Bork gestern früh nach Görlitz gefahren. Beide sind nicht glücklich darüber, dass die bisherige Teilfortschreibung nicht mehr aktuell ist, sondern es jetzt um eine Komplettfortschreibung geht. „Niemand hat uns einbezogen, niemand hat mit uns vorher darüber gesprochen“, kritisieren beide. Denn es geht um die Lebensplanung von 1500 Menschen in beiden Gemeinden, über die das Damoklesschwert einer Umsiedlung schwebt. „Die verlassen sich darauf, dass sie spätestens Ende 2011 wissen, ob sie ihre Häuser verlassen müssen oder nicht.“ Davon könne jetzt wohl nicht mehr die Rede sein, vermuten beide Bürgermeister.

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Lausitzer Rundschau, 17.09.2008

Ergebnisse einer anonymen Befragung der Rohner, Mulkwitzer und Schleifer vorgestellt

Nichts geht ohne Bürgermeinung

«Von uns kann niemand verlangen, vorbehaltlos der Abbaggerung unserer Dörfer zuzustimmen.» Das hat Schleifes Bürgermeister Reinhard Bork am Ende der Bürgerversammlung am Montagabend unterstrichen. In dieser waren die Rohner, Mulkwitzer und Schleifer über die Ergebnisse der anonymen Bürgerbefragung in ihren Dörfern informiert worden. Etwa ein Drittel jener Einwohner, die überhaupt auf diese Frage geantwortet haben, äußerten sich gegen eine Inanspruchnahme.

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Lausitzer Rundschau, 9. Juli 2008

Fragebogen erläutert / Kontroverse Standpunkte

Gemeinderat will ohne Bürgermeinung nicht entscheiden

Schleife. Kurz vor dem Jahrtausendwechsel haben Simone und Jörg Funda auf ihrem Grundstück in Rohne einen Baum gepflanzt – einen kanadischen Blutahorn. «Als Großeltern, so haben wir damals geträumt, wollten wir hier auf einer Bank sitzen und unsere Enkelkinder beobachten. Aber daraus wird ja nun nichts . . .» Rohne gehört zu jenen Orten, die vom Tagebau Nochten geschluckt werden, wenn Bergbautreiber Vattenfall das Vorranggebiet genehmigt bekommt.

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Lausitzer Rundschau,  17.05.2008

Braunkohlenausschuss in Schleife getagt / Mäkelburg und Hascha stellen Forderungen auf

Trebendorf bleibt dabei: keine B 160

 

Der Vorentwurf der Teilfortschreibung des Braunkohlenplans Tagebau Nochten aus dem Jahr 1994 ist fertig. Gestern lag das Dokument dem Braunkohlenausschuss des Regionalen Planungsverbandes Oberlausitz-Niederschlesien vor. Nun kann die Verbandsversammlung am 12. Juni die öffentliche Anhörung beginnen. Dafür haben sich die Ausschussmitglieder gestern einstimmig entschieden. Peter Mäkelburg, Bürgermeister von Trebendorf, machte in der Diskussion unmissverständlich klar: keine zusätzliche Belastung zum Tagebau durch eine Bundesstraße 160.

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