Neues Trebendorf/Mühlrose

Auch in den Nachbarorten Trebendorf und Mühlrose stehen Teilortsumsiedlungen an, zeitlich noch vor Rohne und Mulkwitz. Außerdem kämpft der Kernort Mühlrose um eine vorzeitige, gemeinsame Umsiedlung, da Mühlrose bereits in den 1970er und -80er Jahren direkt am Rand des Tagebau Nochten lag. Dieses Schicksal würde sich nun wiederholen.

 

Arbeitsgruppe „Umsiedlung Mühlrose“ gebildet

Trebendorf Zwölf Mitglieder stark ist die neu gebildete Arbeitsgruppe „Umsiedlung Mühlrose“, für die der Trebendorfer Gemeinderat am Mittwochabend grünes Licht gegeben hat. Verantwortung für ihren Heimatort übernehmen: Claudia Paufler, Wolfgang Martin, Waldemar Locke, Marina Bertko, Steffen Rudtsch, Manfred Krautz, Detlef Rölke, Sten Kowalick, Maik Zuchold, Enrico Sprejz, Jens Pannasch und Silvio Fiebig.

„Ich bin überrascht und erfreut, wie viel junge Leute sich einbringen wollen“, bedankte sich Bürgermeister Peter Mäkelburg für die Bereitschaft. Mit ihren Zusagen hätten sich diese für viel Arbeit, viel Papier und viel Lesen entschieden. Eine weitere Voraussetzung sei Kompromissbereitschaft. „Wenn die Mehrheit eine Entscheidung trifft, dann muss diese jeder in der Arbeitsgruppe mittragen“, so Mäkelburg. ni

Eine nette Geste für die Trebendorfer?


Lausitzer Rundschau, 07.02.2009

„Luftbild für jeden Trebendorfer“ hieß es am 2. Februar in der RUNDSCHAU.
Dazu schreibt Bernd Richter aus dem Knappenweg in Weißwasser: So eine dicke Überschrift in der LR vom 2. Februar. Nette Geste des Bergbaubetreibers, den Bürgern, die bald ihre Heimat verlieren werden, ein Erinnerungsfoto ihres Grundstücks schenken zu wollen. Doch leider erleben wir auch die andere Seite von Vattenfall und in dessen Kenntnis fehlt mir einfach der Glaube, dass einzig und allein der Sinn einer guten Tat hinter dieser Luftbildaktion steckt. Was bekommt der Bürger zum Beispiel von Vattenfall zu hören, wenn er dort Schäden an seinem Haus als Bergbauschäden anzeigt: „Schön und gut für Sie und ihr Haus, dass es über achtzig Jahre allen Stürmen und Anfeindungen der rauen Welt schadlos getrotzt hat und wenn das Mauerwerk jetzt Risse bekomme, dann liege es nicht an der bergbaulichen Tätigkeit des Konzerns in der Region, wenn sie anderer Auffassung sind dann weisen sie uns eine Schuld nach." Ich weiß ja nicht, wie es in dieser Frage anderen Lesern, betroffenen Bürgern von Trebendorf oder aber Bürgern geht, deren Häuser an Bergbauschäden leiden. Auf mich macht diese Luftbildaktion eher den Eindruck von billiger Anbiederei. Billig allemal. Wenn wir mal großzügig sind, dann kostet so ein Farbausdruck in DIN-A4-Größe 2,50 Euro. Die Fotos sind ja längst schon gemacht worden, weil sie für die Planung der weiteren Tagebauerschließung unverzichtbar sind für den Konzern. Die jetzige Aktion bietet sicher noch die Möglichkeit, die Kosten für die Erkundungsflüge als Werbungskosten von der Steuer abzusetzen. Also, an nette Geste kann ich nicht so recht glauben.

„Es gibt noch einige Reibungspunkte“


Lausitzer Rundschau, 29.01.2009

„Bevor die Bebauungspläne für die sieben Umsiedlungsstandorte in Trebendorf rund sind, ist noch vieles zu klären.“ Dieses Fazit hat Planer Ansgar Kaup am Dienstagabend während einer Informationsveranstaltung im „Kastanienhof“ gezogen. Obwohl schon zahlreiche Gespräche mit Umsiedlern und Anwohnern stattfanden, sind weitere notwendig, um noch vorhandene Reibungspunkte aus der Welt zu schaffen.

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Trebendorf plant für "grüne Mitte"


Lausitzer Rundschau, 11.12.2008

In Trebendorf dreht sich alles um das Thema "Umsiedlung". Denn im Juli 2010 sollen ja nicht nur baureife Grundstücke für die Umsiedler von Hinterberg bereitstehen, sondern auch von der neuen "grünen Mitte" schon vieles zu sehen sein. Ohne entsprechende Planungen funktioniert das nicht. Die Mittel dafür hat Trebendorf in den Haushalt 2009 eingestellt, der jetzt beschlossen wurde.

Die verschiedenen Umsiedlungsstandorte in Trebendorf müssen rechtzeitig erschlossen werden – Wasser, Abwasser, Strom, Beleuchtung, Straßen und so weiter. Die Planungen dafür sind bereits in die Wege geleitet worden.

 

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Lausitzer Rundschau, 03.11.2008

Erster Mühlroser feiert nach vorgezogener Umsiedlung Richtfest

Schleife  Richtkränze schweben über den beiden Rohbauten am Halbendorfer Weg in Schleife. Bei strömenden Regen hat Bauherr Karl-Heinz Herzog am Mittwoch den letzten symbolischen Nagel im Dachstuhl versenkt.

Der 62-Jährige ist gemeinsam mit seiner Frau Christine und Sohn Daniel Reimann, der in das Nachbarhaus einziehen wird, der erste Mühlroser, der die Möglichkeit der vorgezogenen Umsiedlung wahrnimmt.

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