Neues Trebendorf/Mühlrose

Auch in den Nachbarorten Trebendorf und Mühlrose stehen Teilortsumsiedlungen an, zeitlich noch vor Rohne und Mulkwitz. Außerdem kämpft der Kernort Mühlrose um eine vorzeitige, gemeinsame Umsiedlung, da Mühlrose bereits in den 1970er und -80er Jahren direkt am Rand des Tagebau Nochten lag. Dieses Schicksal würde sich nun wiederholen.

Trebendorf plant für "grüne Mitte"


Lausitzer Rundschau, 11.12.2008

In Trebendorf dreht sich alles um das Thema "Umsiedlung". Denn im Juli 2010 sollen ja nicht nur baureife Grundstücke für die Umsiedler von Hinterberg bereitstehen, sondern auch von der neuen "grünen Mitte" schon vieles zu sehen sein. Ohne entsprechende Planungen funktioniert das nicht. Die Mittel dafür hat Trebendorf in den Haushalt 2009 eingestellt, der jetzt beschlossen wurde.

Die verschiedenen Umsiedlungsstandorte in Trebendorf müssen rechtzeitig erschlossen werden – Wasser, Abwasser, Strom, Beleuchtung, Straßen und so weiter. Die Planungen dafür sind bereits in die Wege geleitet worden.

 

 Doch zur neuen "grünen Mitte", dem Dorfzentrum, das bis 2013 fertig sein soll, gehören unter anderem auch ein neues Vereinshaus und eine neue Kita. Außerdem wollen die Trebendorfer ja ihre frühere Schule sanieren. Niemand kann das einfach so aus dem Hut zaubern. Auch Vattenfall als Geldgeber nicht. Die Neubauten sollen nicht nur schön sein, sondern alles vorweisen, um ihrem Zweck zu entsprechen. Das bedeutet planen, planen, planen. Im Haushalt 2009 hat die Gemeinde zum Beispiel für die Planung der neuen Kita, die in der Nähe des Sportplatzes errichtet werden soll, vorsorglich 50 000 Euro vorgesehen. Für das Vereinshaus sind es noch einmal 25 000 Euro und 20 000 Euro für die Alte Schule.

"Wir wollen eine schöne, neue Kita. Deswegen sollen sie auch überall rumfahren und gucken", sagte Bürgermeister Peter Mäkelburg während der Haushalts-Debatte und dachte dabei an Kita-Leiterin Silvia Krämer und deren Team. "Ja, das machen wir gern", sagt sie auf RUNDSCHAU-Nachfrage. "Wir haben uns schon einige Kitas angeschaut, die erst in den letzten Jahren neu gebaut wurden. Wir waren schon in Haidemühl, das ist ja auch ein Umsiedlungsstandort, und in Berlin in der Kita vom Deutschen Bundestag sowie in Niesky." Auf der Besuchsliste steht ebenso das "Zwergenland" in Weißwasser. Wie Silvia Krämer berichtet, gehen die drei Kollegen auf Tour, die dann auch mit in die neue Kita umziehen, denn von den jetzigen Mitarbeitern gehen demnächst zwei in die Altersteilzeit.

Zu den Vorhaben im kommenden Jahr, die die Gemeinde gern realiseren möchte, gehört außerdem noch die Anschaffung eines neuen Fahrzeuges für die freiwillige Feuerwehr in Trebendorf. "Wir haben das Geld wieder eingestellt, haben aber große Bedenken, ob es jetzt im großen Kreis wirklich so kommt, wie es gedacht war", zeigte sich Mäkelburg recht skeptisch. Denn für das neue Löschfahrzeug sind 170 000 Euro eingeplant, davon aber 93 500 Euro Fördermittel. Anders Hans Richter. Der Leiter des Brand- und Katastrophenschutzamtes im Landkreis Görlitz sieht das optimistisch, wie er auf RUNDSCHAU-Nachfrage sagte, und bekräftigte am gestrigen Donnerstag eine Aussage von Kreisbrandmeister Henry Kossack, als im Sommer das Gerätehaus eingeweiht wurde: "Ihr seid nicht vergessen."

Wenn im nächsten Jahr die Ortsverbindungsstraße von Trebendorf nach Halbendorf gemacht wird, rechnet die Gemeinde mit rund 50 000 Euro Eigenmittel. Außerdem sollen die Friedhofshallen in beiden Ortsteilen und die Kriegsgräberdenkmale saniert werden. Alles in allem sollen dafür 70 000 Euro investiert werden.

Auch 2009 ist Trebendorf nicht bereit, an der Steuerschraube zu drehen. "Die Hebesätze bleiben wie gehabt", sagte Kämmerin Carmen Petrick, die für die Gemeinde den ausgeglichenen Haushalt in Absprache mit dem Bürgermeister zu Papier gebracht hat. Die Grundsteuer A beträgt weiterhin 300, die Grundsteuer B 350 und die Gewerbesteuer 400 Prozent.