Neues Technik/Rekultivierung

Die Folgen des Bergbaus müssen beseitigt und wollen beherrscht werden.
Was passiert in der "Bergbaufolgelandschaft" ?

Lausitzer Rundschau, 17.12.2008

Was macht eigentlich . . . . . . das Biomasse-Algen-Projekt für Boxberg, Herr Schönsee?

Weite Flächen am Fuße des Kraftwerkes Boxberg überdacht und abgeschlossen, darunter große Becken, in denen Algen heranwachsen, angeregt durch das CO2-haltige Kraftwerksabgas, das direkt in die Algenproduktionsanlage geleitet wird – so etwa stellt sich der Lerda-Verein in Weißwasser Innovation für die Region vor.

Dass er die Biomasse-Anlage mit der Unterstützung der Jacobs-Universität Bremen gern für die Oberlausitz auf den Weg gebracht hätte, ist bekannt. Doch ist sie damit weitergekommen?

Nein, bedauert Jörg-Manfred Schönsee vom Lerda-Verein, in das Vorhaben sei bislang keine neue Bewegung gekommen, was zum einen daran liege, dass Vattenfall als Flächeneigentümer am Boxberger Kraftwerk von dem Biomasseprojekt überzeugt werden müsste, dies aber offenbar noch nicht ist. Zum anderen aber fehle es auch noch an politischer Akzeptanz, meint Schönsee, der auf ein ganz anderes Beispiel aus Nordrhein-Westfalen hinweist.

Dort ist in diesem Jahr eine größere Anlage, die nach dem gleichen Prinzip arbeitet, am Kraftwerk Niederaußem in Betrieb gegangen. "Dabei waren der Ministerpräsident Dr.Jürgen Rüttgers und auch der Landrat des Rhein-Erft-Kreises anwesend, woran man sieht: Die Politik dort ist hellwach und interessiert an dem Thema und den Möglichkeiten alternativer Energien und Ressourcen", sagt Schönsee.

Immerhin sei jetzt aber auch die Landes-FDP in Sachsen aufgewacht. Jörg-Manfred Schönsee, selbst FDP-Stadtrat in Weißwasser, sei eingeladen worden, vor der Landtagsfraktion unter anderem das Bio-Algen-Projekt zu erläutern.

Immerhin seien die mit Kraftwerkabgas produzierten Algen vielseitig einsetzbar, für Isolier- und Baustoffe genauso wie für die Herstellung von Bio-Kraftstoff.

Ein weiteres Engagement in dieser Sache lohne sich, so Schönsee. Dass die Anlage in Niederaußem in Betrieb gegangen ist, bedeute nicht, dass ein ähnliches Projekt für die Lausitzer Region nun gestorben sei. "Professor Thomsen von der Jacobs-Universität hat seine Entwicklung jedenfalls nicht exklusiv an RWE verkauft, obwohl der Konzern das wohl gewollt hätte", berichtet Schönsee.

"Er hat mir versichert, dass man mit einer solchen Anlage gern auch hier zum Zuge kommen will und sich diese Option frei hält."

Auch sei das Werben um Vattenfall und um dessen Akzeptanz für die Bio-Algen-Anlage auf Vattenfall-Flächen noch nicht beendet. "Der Kontakt von Lerda zu Vattenfall besteht noch locker", sagt Schönsee.

"Mir wurde übermittelt, dass nach Abschluss der derzeitigen Umstrukturierungen im Unternehmen die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Zugegeben, die Zeit vergeht, aber wir werden nicht die Hände in den Schoß legen. Wir haben weitergearbeitet und haben noch andere Ideen."

Zum Beispiel werde den Lerda im kommenden Jahr noch das Thema einer gesamtökologischen Untersuchung der Region beschäftigen, die in diesem Jahr in einer vom Verein einberufenen Regionalkonferenz der Bürgermeister bergbaubetroffener Gemeinden angeregt worden war. Damit sei man nun weiter vorangekommen und wolle erste Ergebnisse in einer weiteren Regionalkonferenz im Frühjahr 2009 vorstellen.

Ebenfalls auf das Engagement von Lerda gehe ein Rahmenkonzept zurück, auf dessen Basis sich ein Grundlagenvertrag zwischen Weißwasser und Vattenfall aushandeln ließe, sagt Schönsee: "Das habe ich dem Oberbürgermeister übermittelt und warte nun eigentlich darauf, dass er signalisiert, wann wir uns darüber unterhalten können. Es muss einfach einen Plan geben, wie und worüber wir mit Vattenfall in Gespräche und Verhandlungen gehen wollen. Und dies langfristig, denn wir sehen doch schon jetzt, wie sich die Ökologie in unserer Region ständig verändert."


Dass er die Biomasse-Anlage mit der Unterstützung der Jacobs-Universität Bremen gern für die Oberlausitz auf den Weg gebracht hätte, ist bekannt. Doch ist sie damit weitergekommen?

Nein, bedauert Jörg-Manfred Schönsee vom Lerda-Verein, in das Vorhaben sei bislang keine neue Bewegung gekommen, was zum einen daran liege, dass Vattenfall als Flächeneigentümer am Boxberger Kraftwerk von dem Biomasseprojekt überzeugt werden müsste, dies aber offenbar noch nicht ist. Zum anderen aber fehle es auch noch an politischer Akzeptanz, meint Schönsee, der auf ein ganz anderes Beispiel aus Nordrhein-Westfalen hinweist.

Dort ist in diesem Jahr eine größere Anlage, die nach dem gleichen Prinzip arbeitet, am Kraftwerk Niederaußem in Betrieb gegangen. "Dabei waren der Ministerpräsident Dr.

Jürgen Rüttgers und auch der Landrat des Rhein-Erft-Kreises anwesend, woran man sieht: Die Politik dort ist hellwach und interessiert an dem Thema und den Möglichkeiten alternativer Energien und Ressourcen", sagt Schönsee.

Immerhin sei jetzt aber auch die Landes-FDP in Sachsen aufgewacht. Jörg-Manfred Schönsee, selbst FDP-Stadtrat in Weißwasser, sei eingeladen worden, vor der Landtagsfraktion unter anderem das Bio-Algen-Projekt zu erläutern.

Immerhin seien die mit Kraftwerkabgas produzierten Algen vielseitig einsetzbar, für Isolier- und Baustoffe genauso wie für die Herstellung von Bio-Kraftstoff.

Ein weiteres Engagement in dieser Sache lohne sich, so Schönsee. Dass die Anlage in Niederaußem in Betrieb gegangen ist, bedeute nicht, dass ein ähnliches Projekt für die Lausitzer Region nun gestorben sei. "Professor Thomsen von der Jacobs-Universität hat seine Entwicklung jedenfalls nicht exklusiv an RWE verkauft, obwohl der Konzern das wohl gewollt hätte", berichtet Schönsee.

"Er hat mir versichert, dass man mit einer solchen Anlage gern auch hier zum Zuge kommen will und sich diese Option frei hält."

Auch sei das Werben um Vattenfall und um dessen Akzeptanz für die Bio-Algen-Anlage auf Vattenfall-Flächen noch nicht beendet. "Der Kontakt von Lerda zu Vattenfall besteht noch locker", sagt Schönsee.

"Mir wurde übermittelt, dass nach Abschluss der derzeitigen Umstrukturierungen im Unternehmen die Gespräche fortgesetzt werden sollen. Zugegeben, die Zeit vergeht, aber wir werden nicht die Hände in den Schoß legen. Wir haben weitergearbeitet und haben noch andere Ideen."

Zum Beispiel werde den Lerda im kommenden Jahr noch das Thema einer gesamtökologischen Untersuchung der Region beschäftigen, die in diesem Jahr in einer vom Verein einberufenen Regionalkonferenz der Bürgermeister bergbaubetroffener Gemeinden angeregt worden war. Damit sei man nun weiter vorangekommen und wolle erste Ergebnisse in einer weiteren Regionalkonferenz im Frühjahr 2009 vorstellen.

Ebenfalls auf das Engagement von Lerda gehe ein Rahmenkonzept zurück, auf dessen Basis sich ein Grundlagenvertrag zwischen Weißwasser und Vattenfall aushandeln ließe, sagt Schönsee: "Das habe ich dem Oberbürgermeister übermittelt und warte nun eigentlich darauf, dass er signalisiert, wann wir uns darüber unterhalten können. Es muss einfach einen Plan geben, wie und worüber wir mit Vattenfall in Gespräche und Verhandlungen gehen wollen. Und dies langfristig, denn wir sehen doch schon jetzt, wie sich die Ökologie in unserer Region ständig verändert."