Neues Technik/Rekultivierung

Die Folgen des Bergbaus müssen beseitigt und wollen beherrscht werden.
Was passiert in der "Bergbaufolgelandschaft" ?

Lausitzer Rundschau, 04.04.2008

Rutschung an Tagebaurestloch Greifenhain

LMBV warnt vor Gefahren am Altdöberner See

Altdöbern. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft GmbH (LMBV) warnt vor Lebensgefahr an den Ufern des Altdöberner Sees, des ehemaligen Tagebaus Greifenhain. Aktueller Anlass dafür ist eine Rutschung am vergangenen Sonntag.

Das Unternehmen spricht von einer passiven Rutschung, einem Böschungsabbruch. Geotechniker der LMBV haben diesen Sperrbereich sofort untersucht. Wie Pressesprecher Dr. Uwe Steinhuber erklärt, handelt es sich bei den bewegten Massen ausschließlich «um gekipptes Material, das bei der Abflachung der gewachsenen Böschung in Richtung Restloch abgeschoben wurde» .

Bei einer Radtour hatten vier Jugendliche an der Südseite des Sees ihren Augen nicht getraut, als die Masse plötzlich Stück für Stück in den See krachte und alle dort befindlichen Warnschilder mit verschlang. «Diese Rutschung macht wieder einmal deutlich, dass wir die Vorgänge am See sehr ernst nehmen und selbst bei scheinbar festem Boden mit solchen Dingen rechnen müssen» , sagt Altdöberns Bürgermeister Horst Bernstein. Katrin Peter, Bauamtsleiterin der Altdöberner Amtsverwaltung, sieht dagegen keinen Grund zur Beunruhigung. Das Vorhaben sei an der anderen Seeseite geplant. Das bestätigt Uwe Steinhuber.

Er weist zudem darauf hin, dass mit dem aufsteigenden Wasserspiegel und der zunehmenden Wassersättigung der Kippen und Böschungen solche Abbrüche in den abgesperrten Bereichen jederzeit möglich seien. Die Sicherungsarbeiten seien dort noch in vollem Gange.

«In den kommenden Jahren werden am künftigen Altdöberner See weitere Uferböschungen noch mit Rütteldruckgeräten und Sprengungen planmäßig verdichtet.» Begleitet würden die Arbeiten durch Messungen und Prüfungen. (hk)