Neues von Vattenfall

Lausitzer Rundschau, 13.01.2009

Energiekonzern Vattenfall sackt wieder hohen Gewinn ein


Stockholm - Der schwedische Energiekonzern Vattenfall hat 2008 wieder hohe Gewinne eingefahren, sieht aber für die Zukunft stärkere Marktrisiken. Wie das Unternehmen am Donnerstag in Stockholm mitteilte, stieg der Betriebsgewinn um 4,6 Prozent auf 29,9 Milliarden Kronen (2,8 Milliarden Euro).


Der Nettoertrag sank 2008 zwar um 14,1 Prozent auf 17,8 Milliarden Kronen. Das lag aber daran, dass der Konzern 2007 in Deutschland steuerliche Einmaleffekte einstrich. Der Jahresgewinn hätte nach Angaben des Konzernchefs Lars G. Josefsson um 600 Millionen Euro höher liegen können, wäre es nicht zum störungsbedingten Abschalten der norddeutschen Vattenfall-Atomkraftwerke Krümmel und Brunsbüttel gekommen. Mit dem Wiederanfahren werde bis zum Jahresende gerechnet. Mit seiner deutschen Tochter einschließlich des Polen-Geschäfts fuhr Vattenfall im vergangenen Jahr ein Betriebsergebnis von 15,1 Milliarden Kronen ein – 7,9 Prozent weniger als im Vorjahr. Beim Umsatz legte Vattenfall in Deutschland und Polen um 16,4 Prozent auf 142,3 Milliarden Kronen zu. An die schwedische Staatskasse als einzigem Eigner sollen 6,9 Milliarden Kronen und damit 40,4 Prozent des Jahresgewinns überwiesen werden. Das Unternehmen will laut Josefsson 2050 eine klimaneutrale Stromerzeugung erreichen. Es setzt dabei auf alternative Energien, aber auch massiv auf die Atomkraft. Nach der Entscheidung von Schwedens Regierung zur Zulassung von Reaktorneubauten hatte Josefsson erklärt, dass Vattenfall an solchen Projekten zum Ersatz alter Reaktoren interessiert sei. dpa/rb