Deutschlands sorbische Minderheit kämpft gegen Vattenfall für den Erhalt von Dörfern


Im entvölkerten ostdeutschen Dorf Haidemühl quietschen Türen und werden vom Winterwind gegen Wände geschlagen.Vernachlässigte Gärten quellen über vor Müll: Kühlschränke, Flaschen, Kassetten.


Durch eine zerbrochene Fensterscheibe sieht man pinkfarbene Teddybären auf einem blauen Hintergrund tanzen, die abfallende Tapete eines verlassenen Kinderzimmers. Dahinter die zerfallende Brikettfabrik, ein Bagger arbeitet im Regen und trägt Stück für Stück die Lagerhalle ab.

Weiterlesen...

Artikel bei Bloomberg über Rohne

Die renommierte amerikanische Nachrichten-Agentur Bloomberg.com berichtete am 18.12.2007 über die Pläne von Vattenfall:

http://www.bloomberg.com/apps/news?pid=20601088&sid=aCW1fh0XInBE&refer=muse

Lausitzer Rundschau, 23.11.2007

Leserbrief zum Artikel „Bürgerinitiative Schleife klagt gegen eigene Gemeinde" in der Lausitzer Rundschau vom 01.11.2007 von Manfred Raak

[Original; der Artikel wurde leicht verkürzt veröffentlicht]

Zitat Vattenfall: „ Wir sehen da keinen Konflikt"



Eigentlich weiß man nicht so recht, ob man über diese Äußerung lachen oder weinen soll, Herr Prof. Dr. Dähnert. Die Gemeinderäte in Schleife hatten ja quasi keine Wahl mehr, außer dass sie mehr Zivilcourage hätten zeigen können. Wenn nämlich im Vorfeld bereits Tatsachen geschaffen werden und dies eindeutig auf Initiative von VEM, dann ist die Entscheidungsfreiheit von Gemeinderäten doch sehr eingeschränkt. VEM verlängert die Rahmenvereinbarung mit der Rechtsanwaltskanzlei der Gemeinde Schleife nicht. Es wird vereinbart, in Zukunft nur noch mit vorheriger Genehmigung durch VEM anwaltlichen Rat einzuholen. (Kann man so eine Dummheit eigentlich freiwillig begehen?) Bei Verhandlungen soll ebenfalls gänzlich auf Rechtsanwälte verzichtet werden. Selbst von Seiten der Landesregierung Sachsen stehen alle Ampeln auf ROT. Kein Rechtsanwalt! Und dann gibt es da diese Umsiedler, die dem Hause Vattenfall, das voller Rechtsanwälte ist, nicht ohne zumindest Einen an ihrer Seite zu haben, gegenüber treten wollen. Da ist von Seiten der Gemeinderäte guter Rat teuer, aber Geld ist ja ohnehin keins da. Bleibt nur die Entscheidung pro Vattenfall und gegen die eigenen Bürger. Gibt es da irgendeinen Konflikt? Herr Prof. Dr. Dähnert?

Die Landtagsabgeordnete Kathrin Kagelmann aus Niesky reagierte mit folgendem Leserbrief auf einen Kommentar in der Sächsischen Zeitung. Die Zeitung druckte diesen Brief bis heute (20.11.2007) NICHT.

Leserbrief zu „Schleifer Bürgerinitiative verklagt ihre Gemeinde“, SZ vom 2. 11. 07




Nicht Ursache und Wirkung verwechseln




Lassen wir die juristische Würdigung des Vorganges beiseite bleibt als Ursache des Streits zwischen Bürgerinitiative und Gemeinderat eine simple Forderung: Die Umsiedler verlangen nichts mehr als die Mitwirkung eines selbst gewählten erfahrenen Fachanwalts in den Vertragsverhandlungen mit Vattenfall.




 

Weiterlesen...

Lausitzer Rundschau, 01.11.2007


Streit um Mandat für Aushandlung eines Vertrages über Bergbauumsiedlung / Vattenfall: kein Einfluss auf Kommission


Bürgerinitiative Schleife klagt gegen eigene Gemeinde


In den kommenden Jahren werden im bereits genehmigten Tagebaufeld Nochten (Niederschlesischer Oberlausitzkreis) rund 240 Bewohner von Trebendorf und Schleife umgesiedelt. Bisher gab es dabei keine schweren Konflikte. Jetzt klagen jedoch Betroffene aus Schleife gegen die eigene Gemeinde. Es geht darum, wer mit Vattenfall verhandeln darf.

Weiterlesen...