Lausitzer Rundschau, 07.05.2008

Schleife stellt vorläufige Verhandlungsresultate zum Grundlagenvertrag vor

Millionen-Ergebnisse liegen auf Eis

Schleife  Umfangreiche Einzelmaßnahmen, wie zum Beispiel der Neubau eines Schulkomplexes mit Sportplatz sowie der Umbau mit Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses, und zwei Fonds im Gesamtwert von 16,1 Millionen Euro gehören zu den wesentlichen Ergebnissen, die Schleife bisher mit Vattenfall ausgehandelt hat. Diese sollen in einen Grundlagenvertrag einfließen. «Wir haben Ergebnisse erzielt, die für die Zukunft Schleifes von großer Bedeutung sind,» freute sich Hartmut Dainz, CDU-Gemeinderat und Mitglied der Verhandlungsgruppe, am Montagabend während der Ratssitzung.

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Reinhard Bork tritt in Schleife an

Schleife.  Der CDU-Ortsverband Kirchspiel Schleife hat in seiner Mitgliederversammlung am Donnerstagabend Reinhard Bork als Bürgermeisterkandidaten für Schleife aufgestellt, informierte Ortsvorsitzender Dirk Hammer die RUNDSCHAU. «Reinhard Bork kennt sich in der Bergbauproblematik bereits sehr gut aus» , begründet Hammer die Nominierung. Zudem sei Bork bekannt und könne die Menschen im Kirchspiel verbinden.  (rw)

Anmerkung von www.umsiedler-schleife.de: Bork war bisher stellv. Bürgermeister. Er ist parteilos, wirkt aber in der CDU-Fraktion im Gemeinderat Schleife mit. Bork erklärte, dass er die Linie seines Vorgängers fortsetzen werde, d.H. konstruktive Zusammenarbeit mit Vattenfall, kein Widerstand gegen eine Inanspruchnahme des Vorranggebietes, Festhalten an gemeindlichen Verhandlungen über den Teil I Grdlv.-Vertrag (private Entschädigungen). [jkr]

Lausitzer Rundschau, 03.04.08, Kommentar

Von Gabi Nitsche

Ein klares Wort fehlte

Die nun in Schleife eingetretene Situation wäre vermeidbar gewesen. Ein offenes Wort zur rechten Zeit durch den Bürgermeister hätte womöglich dem Argwohn rasch ein Ende bereitet.

Doch statt offensiv mit dem Thema «ruhendes Beschäftigungsverhältnis bei Vattenfall» umzugehen, geschieht das jetzt aus der Defensive. Für die einen ist das alles nur ein Stück Ungeschicktheit. Sie sehen keinen Grund, Hans Hascha für befangen zu erklären, was die Verhandlungen mit Vattenfall angeht. Andere schon. Vor allem die Bürgerinitiative Umsiedler Schleife. Es ist kein Geheimnis, dass die Chemie zwischen dieser und dem Schleifer Bürgermeister wohl noch nie stimmte. Dieser hatte es – vor dem Verhandlungsbeginn – in der Hand, klare Verhältnisse zu schaffen. Das wurde versäumt. Nun das Vertrauen, welches möglicherweise dadurch auf der Strecke geblieben ist, wieder wettzumachen, ist sicherlich schwer.                      

 

Ruhendes Arbeitsverhältnis bei Vattenfall bestätigt

Der Bürgermeister von Schleife steht in der Kritik

Schleife   Schleifes Bürgermeister Hans Hascha (CDU), ist gestern unter Beschuss der Bürgerinitiative Umsiedler Schleife geraten. Diese fand heraus, dass Hascha ein ruhendes Beschäftigungsverhältnis mit Vattenfall hat. Landrat Bernd Lange (CDU) hatte eine entsprechende Anfrage der Linksfraktion im Kreistag bestätigt. Die Bürgerinitiative hält Hascha deshalb bei den bevorstehenden Entschädigungsverhandlungen mit Vattenfall für befangen. Sie fühle sich bestärkt in ihrem Ansinnen, diese Verhandlungen selbst mit Vattenfall führen zu wollen, teilt sie mit.

Als sich Hans Hascha im Jahr 2001 als Bürgermeister für Schleife zur Wahl stellte, habe jeder gewusst, dass er zuvor bei Vattenfall gearbeitet habe, sagte er gestern auf RUNDSCHAU-Nachfrage. Nicht aber, dass sein Arbeitsverhältnis mit dem Moment, als er als Bürgermeister feststand, nicht beendet wurde, sondern seither nur ruht. «Damals hat mich niemand danach gefragt» , erklärte er gestern und unterstrich, dass er «in keinem Abhängigkeitsverhältnis zu Vattenfall» stehe und auch keinerlei Zahlungen erhalte, sich somit nicht als befangen betrachte.


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Artikel in der Washington Post

Am 8. Februar erschien folgender Artikel in der Washington Post:

http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2008/02/07/AR2008020703755.html?nav=emailpage

Eine Übersetzung folgt.