Lausitzer Rundschau, 02.01.2008

Finsterwalder kämpfen gegen Wohnblockabriss


Finsterwalde.  Die Nachricht hat sie mitten ins Herz getroffen: Das Haus, in das sie vor knapp zehn Jahren eingezogen sind, soll abgerissen werden: Stadtumbau heißt es nüchtern. Für Bernd und Ilona Husemann aus Finsterwalde (Elbe-Elster) ist es das dritte Mal, dass sie sich von einem Fleckchen Erde, mit dem sie sich vertraut gemacht hatten, unfreiwillig trennen sollen.

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Der langsame Tod von Lakoma

 

Auf www.lacoma.de ist die u.a. Zwangsräumung und der Abriß des Dorfes Lakoma dokumentiert.

Das Dorf Lakoma nordöstlich von Cottbus wurde bereits 1987-1990 leergezogen und teilweise abgerissen. Aufgrund des zurückgehenden Braunkohlebedarfes nach der Wende verschob sich die Überbaggerung des Dorfes um mehr als 15 Jahre.

1992 wurden einige Gebäude besetzt. Zwei Jahre später wurde die Nutzung der Gebäude durch Verträge legalisiert.  Viele Nutzungsverträge wurden zum Herbst 2003 gekündigt. Die Mehrzahl der Häuser wurde bis März 2005 abgerissen.

 http://www.lacoma.de/lacoma/index.htm

Lausitzer Rundschau, 07.12.2007

Wirkung zwischen Kirche und Kohle

Begleitbuch zur Ausstellung in Horno erschienen

 

Spree-Neiße.  Mit der Veröffentlichung eines Buchs über die Auswirkungen des Bergbaus auf Lausitzer Kirchgemeinden ist die Arbeitsgruppe des Kirchlichen Informations- und Begegnungszentrums Horno am vorläufigen Ziel ihrer Arbeit angelangt. Die als Begleitheft für die Ausstellung in der Hornoer Kirche gedachte Publikation umfasst Beschreibungen der 26 Kirchen, die dem Bergbau seit dem Jahr 1962 weichen mussten.

Die von Studenten der Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus angefertigten Holzmodelle ziehen sich wie ein roter Faden durch das Buch, das die aus Burg im Spreewald stammende Marion Quitz gestaltet hat.

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Lausitzer Rundschau, 01.12.2007

Weißagker Kirche wich mit dem Dorf dem Tagebau

Hornoer Publikation vertieft das Thema

 

Forst. Die Erschließung der Braunkohletagebaue Cottbus-Nord und Jänschwalde für das neue Kraftwerk bei Peitz hatte in den 1970er- und Anfang der 1980er-Jahre für Orte im damaligen Kreis Forst gravierende Veränderungen zur Folge. Klein-Bohrau, Klein-Briesnig und Klinge sowie die Gemeinde Weißagk verschwanden von der Landkarte. Später folgte Horno.

Inmitten von Weißagk stand auf dem Dorfanger umrahmt von Linden die mittelalterliche Kirche neben dem kleinen Dorfteich. Es war ein verputzter Feldsteinbau mit Ecken aus Ziegelsteinen. Der untere Teil des Turmes war massiv gebaut, die obere Hälfte in Fachwerkbauweise errichtet und hatte auf der westlichen Giebelseite eine Turmuhr.

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Lausitzer Rundschau, 24.11.2007

Wir waren die letzten Einwohner von Grünhaus

Leserbrief

Ich konnte es kaum fassen, als ich am Sonnabend in der Zeitung ein Foto entdeckte, das viele Kindheitserinnerungen in mir weckte. Ich durfte elf Jahre in diesem Haus erleben. Das Bild zeigt das ehemalige Forstsekretärsgebäude der königlichen Oberförsterei Grünhaus in seinem ursprünglichem Zustand.

Im Jahr 1964 zogen wir, meine Eltern, mein Bruder und ich, aus Kasel-Golzig in diese ehemalige idyllische Landschaft. Mein Vater, Otto Herold, wurde Revierförster des Forstreviers Grünhaus, meine Mutter, Christa Herold, betreute die Putenstation des Staatlichen Forstwirtschaftsbetriebes Finsterwalde und später auch die Poststelle des Ortes. Und wir zwei Brüder, Reinhard und Gisbert, besuchten die Schule in Grünewalde.

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